Anhörung zu PTA-Reform

#Aufschrei im BMG: PTA als „Mädels“ bezeichnet APOTHEKE ADHOC, 22.05.2019 11:30 Uhr

Berlin - Die erneute Forderung nach einer Verlängerung der PTA-Ausbildungszeit wurde bei der Anhörung im Bundesgesundheitsministerium (BMG) von Apotheker- und Schulvertretern abgelehnt. Eine Erweiterung der Lerninhalte könne aber nicht mit einer bloßen Verschiebung der bisherigen Inhalte ohne Mehrstunden aufgefangen werden, warnt der Bundesverband PTA (BVpta).

Der BVpta und die Apothekengewerkschaft Adexa fordern eine Ausweitung der Ausbildungszeit auf drei Jahre. Im vorgelegten Entwurf des PTA-Reformgesetzes ist keine Verlängerung, dafür eine Umschichtung der Ausbildungsschwerpunkte vorgesehen. Der BVpta zeigte sich nach der Anhörung am vergangenen Freitag im BMG enttäuscht. „Wer die Notwendigkeit einer inhaltlich ausgebauten und längeren PTA-Ausbildung zur Professionalisierung negiert, stellt sich nicht nur gegen eine notwendige Reform, sondern sägt damit auch an seinem eigenen Ast“, so der Vorstand.

Die Apotheker könnten sich mit der Ablehnung kein „schlimmeres Eigentor schießen“. Denn immerhin werde der weitaus größte Teil der Arzeimittelabgaben, Beratungen und Rezepturen durch PTA geleistet. „In einer Zeit, in der in Berlin gleichzeitig ebenfalls kontrovers über ein Apothekengesetz diskutiert wird, spricht dies nicht gerade für politisches Gespür und Weitsicht.“

Bei der Anhörung sei als Gegenargument auch ein erhöhter Organisationsaufwand genannt worden. Dies ist laut BVpta zwar kurzfristig zur Einführung richtig, trägt jedoch nicht als Argument für eine Ablehnung der nötigen längeren Ausbildungszeit. Auch eine nötige Ausweitung des Lernstoffes etwa im Bereich Sterilherstellung oder Krankenhausapotheken habe zu keiner Einsicht geführt. „Die Wichtigkeit einer Angleichung und Aufwertung des Berufes zur Gewinnung von qualifizierten Schülern für die Ausbildung wurde als nicht notwendig erachtet.“

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