Hypertonie

Fresh-up: ACE-Hemmer APOTHEKE ADHOC, 19.09.2019 14:32 Uhr

Berlin - ACE-Hemmer stellen eine wichtige Wirkstoffgruppe dar: Sie werden unter anderem zur Behandlung der Hypertonie eingesetzt. Die Einnahme kann mit typischen Nebenwirkungen verbunden sein und auch einige Kontraindikationen sind zu beachten. Hier kommt ein kleiner Überblick.

Die Abkürzung ACE steht für „Angiotensin Converting Enzyme“: Denn genau dieses Enzym – welches Angiotensin I zu Angiotensin II umwandelt – wird von den Wirkstoffen aus dieser Medikamentengruppe inhibiert. Angiotensin II ist wichtiger Bestandteil des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, welches den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt reguliert und somit Einfluss auf den Blutdruck nimmt.

Nach einigen enzymatischen Spaltungen entsteht im letzten Schritt schließlich mithilfe des ACE Angiotensin II. Wird dieses Enzym blockiert, wird schließlich die Umwandlung gehemmt und die Bildung von Angiotensin II reduziert. Durch diese Verringerung erweitern sich die Blutgefäße, der Widerstand nimmt ab und das Herz muss weniger Pumpkraft leisten. Dadurch wird das Herz insgesamt geschont.

Captopril und Lisinopril führen direkt zu einer ACE-Hemmung, die anderen Wirkstoffe der Gruppe sind Prodrugs, welche im Körper in ihre aktive Form umgewandelt werden. ACE-Hemmer sind aufgrund ihrer Wirkung zur Behandlung von Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit (KHK), zur Re-Infarkt-Prophylaxe und bei chronischer Herzinsuffizienz zugelassen. Wichtig ist, dass derzeit nicht alle ACE-Hemmer für alle Indikationen eingesetzt werden. Die meisten Wirkstoffe sind in Form von Tabletten oder Filmtabletten im Handel. Als erster Wirkstoff aus dieser Gruppe wurde Captopril zugelassen. Häufig werden ACE-Hemmer mit dem Thiazid-Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) kombiniert – auch hier sind fixe Wirkstoffkombinationen auf dem Markt.

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