Firmenporträt

Kehr: Privatsache Großhandel Patrick Hollstein, 16.08.2019 10:27 Uhr

Berlin - 95 Jahre reicht die Geschichte des Privatgroßhändlers Richard Kehr aus Braunschweig zurück, die sowohl durch den Bau als auch durch den Fall der Mauer maßgeblich geprägt wurde. Auch wenn es in den vergangenen Jahren immer wieder Übernahmegerüchte gegeben hat: Die nächste Generation bereitet sich bereits darauf vor, das Familienunternehmen weiterzuführen.

Ursprünglich waren die Kehrs eine alte Handelsfamilie aus Oschersleben bei Halberstadt, die durch Geschäfte mit Eisenwaren zu einem gewissen Wohlstand gekommen war. Richard Kehr erbt, so wie jeder seiner vier Brüder, eine Million Reichsmark – mit dem Geld erwirbt er 1924 in Halberstadt den Chemikaliengroßhändler Johanna Azzalino, der auch eigene Produkte wie die Fussschälpaste Paedinova oder „Schmerz-lass-nach“ im Sortiment hat. Kehr baut das Geschäft aus, Kunden von Berlin bis an die Weser werden per Bahnexpress beliefert.

Als sich 1945 abzeichnet, dass Sachsen-Anhalt russische Besatzungszone wird, schickt der Firmengründer seinen Prokuristen Helmut Schmidt nach Braunschweig – in den Gürtel eingenäht ist eine größere Menge Bargeld. Ein alter Bunker wird zum neuen Firmensitz; der Betrieb in Halberstadt wird fünf Jahre später verstaatlicht.

1948 kehrt Friedrich W. R. Kehr aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück; als sein Vater kurz darauf stirbt, übernimmt er die Leitung der Geschäfte. 1955 bezieht der Großhändler erste eigene Räume in einem Fabrikareal in der Blumenstraße in Braunschweig, 1966 wird eine Filiale in Wolfsburg eröffnet, 1977 wird die erste zielgesteuerte Förderanlage in Betrieb genommen.

1980 steigt Ulrich Kehr nach dem Pharmaziestudium in den Betrieb seiner Eltern ein. Als der Vater 1982 im Alter von 67 Jahren stirbt, wirft auch Hanns-Heinrich Kehr seine Pläne für einen Job im Ausland über Bord und tritt direkt nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Braunschweig an.

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