Halbe Milliarde mehr für Ärzte

Videosprechstunde: 500 Euro pro Praxis und Quartal APOTHEKE ADHOC, 23.08.2019 15:19 Uhr

Berlin - Nachdem die Ärzte sich in den vergangenen zwei Jahren über ein Honorarplus von jeweils einer Milliarde Euro freuen konnten, gibt es 2020 nur 565 Millionen Euro mehr. Darauf einigten sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband. Enthalten sind auch Videosprechstunden.

Der sogenannte Orientierungswert, auf dessen Grundlage die Preise für alle vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Leistungen berechnet werden, steigt zum 1. Januar 2020 um 1,52 Prozent. Das entspricht einem Volumen von 565 Millionen Euro.

GKV-Spitzenverband und KBV haben unter anderem vereinbart, Videosprechstunden finanziell zu fördern. Bereits ab Oktober zahlen die Krankenkassen Ärzten, die Videosprechstunden durchführen, eine Anschubfinanzierung. Diese kann bis zu 500 Euro pro Arztpraxis und Quartal betragen. Die Fördermöglichkeit gilt für zwei Jahre.

„Mit der vereinbarten Anschubförderung für Videosprechstunden wollen wir einen Impuls geben, damit sich das Versorgungsangebot für unsere Versicherten weiter erhöht und flexibilisiert“, so Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

Im Bereich Humangenetik werden „ärztliche Beurteilungs- und Beratungsleistungen“ ab dem kommenden Jahr extrabudgetär vergütet. Bislang waren diese Leistungen mit der sogenannten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung, welche die Kassen mit befreiender Wirkung zahlen, abgedeckt. Die Regelung gilt für drei Jahre.

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