Videochat

MindDoc: Online aus der Depression dpa, 13.12.2017 11:41 Uhr

Berlin - Der Markt für Online-Therapien boomt seit einigen Jahren. Nun bietet ein neues Programm die Möglichkeit, sich etwa bei Depressionen von seinem Therapeuten per Videochat behandeln zu lassen. Helfen solche Angebote wirklich?

Das erste Tief hat Martin Schulze-Vorberg kurz nach der Jahrtausendwende. Damals ist er 43 Jahre alt und Pressesprecher eines Internetanbieters in München. Er fühlt sich nicht gut, kann nicht mehr ans Telefon gehen, nicht mehr aufstehen, hat Angstzustände. „Ich war einfach vollkommen neben mir“, sagt er heute. Nach ein paar zermürbenden Wochen geht er schließlich zum Therapeuten. Die Diagnose: Depression. Er lässt sich stationär behandeln, drei Monate später geht es ihm wieder gut – auch dank Medikamenten, wie er sagt.

Das zweite Tief hat Schulze-Vorberg Mitte vergangenen Jahres. Er kümmert sich gerade auf einer Karibikinsel um ein Immobilienprojekt. „Ich habe gemerkt, wie ich trotz der Medikamente wieder in die Depression reingeschlittert bin“, sagt der 60-Jährige, der in Regensburg zu Hause ist. „Das war eine ganz blöde Situation.“ Denn auf der kleinen Insel habe er keine therapeutische Hilfe finden können. „Das hat die Situation ziemlich verschlechtert.“ Zurück in Deutschland absolviert er nicht nur eine weitere stationäre Therapie, sondern lässt sich auch auf ein Experiment ein: MindDoc.

Der Immobilien-Manager ist einer von rund 300 Probanden des Online-Therapieangebots der Schön Klinik, einer privaten Klinikgruppe mit 23 Standorten in Deutschland und Großbritannien. Seit Anfang Dezember ist die Therapie-Plattform im Internet abrufbar. Mit der Anwendung können sich Patienten mit Depressionen, Essstörungen oder Burnout per Videochat und Textnachrichten von zu Hause aus behandeln lassen, wie MindDoc-Chef Bernhard Backes erklärt. Begleitend dazu bekommen sie verhaltenstherapeutische Übungen gestel

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Pharmakonzerne

Bayer verkauft Dr. Scholl’s»

Digitalisierung

Österreichische Technik für deutsche ePA»

Pharmakonzerne

USA: Sanofi will OTC-Switch für Tamiflu»
Politik

Apothekenstärkungsgesetz

Hartmann: Ein bisschen Lob für Spahn»

Arzneimittelfälschung

BMG-Website: Spahn löscht Lunapharm-Aussagen»

Kommentar

Kasse kondoliert mit Retax»
Internationales

Amazon

NHS bietet Sprechstunde bei Alexa»

Marektingmethoden

Reckitt: Milliardenstrafe wegen Suboxone»

Nach Wirksamkeitsstudie

Frankreich streicht Homöopathie auf Rezept»
Pharmazie

AMK-Meldung

Ausflockung: Aripiprazol beta muss zurück»

Bakterielle Infektionen

Antibiotikagabe: Zu oft und zu lange»

Asthma und COPD

Hexal bringt Airbufo Forspiro»
Panorama

Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen

Mehr Depressionen durch Facebook und Netflix?»

Rx-Versandverbot

Kammer Hessen unterstützt Bühler Petition»

Feldapotheke statt Offizin

Leitfaden für „Katastrophenpharmazie“»
Apothekenpraxis

Briefkasten am Rathaus

Apothekerin überzeugt Kammer von Rezeptsammelstelle»

Temperaturkontrolle

Keine Klimaanlage: Apotheke muss schließen»

Temperaturfibel

Diese Apothekerin macht Kollegen hitzefest»
PTA Live

PTA-Ausbildung

Durchgefallen: Erfolg im zweiten Anlauf»

Weinkönigin

PTA-Schülerin und Majestät»

Gesangswettbewerb

Revoice of Pharmacy: Die Jury tagt»
Erkältungs-Tipps

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»

Frische Brise

Erkältet durch die Klimaanlage»

Superinfektionen

Tonsillitis: Hochansteckende Halsentzündung»
Magen-Darm & Co.

Magen-Darm-Beschwerden

Appetitlosigkeit: Von harmlos bis gefährlich»

Motilitätsstörungen

Sodbrennen: Wenn sich die Magensäure verirrt»

Unverträglichkeiten

Beratungstipps bei Nahrungsmittelallergien»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»

Frühschwangerschaft

B-Vitamine: Geheimwaffe für Schwangere»

Familienplanung

5 Tipps zum Kinderwunsch»