Faktencheck

Das müssen Apotheker bei Securpharm beachten APOTHEKE ADHOC, 29.10.2018 10:11 Uhr

Berlin - Um Patienten noch besser vor gefälschten Arzneimitteln in der legalen Lieferkette zu schützen, startet am 9. Februar 2019 Securpharm – dann muss nahezu jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel zwei Sicherheitsmerkmale tragen: ein individuelles Erkennungsmerkmal in einem Data-Matrix-Code und einen Erstöffnungsschutz in Form einer Perforation oder eines Siegels. Gesetzliche Grundlage für diesen zusätzlichen Schutz ist die EU-Fälschungsschutzrichtlinie. In den Apotheken wird vor der Abgabe an die Patienten die „Endkontrolle“ vorgenommen. Das müssen Apotheker beachten – den kompletten Faktencheck zum Download gibt es im LABOR von APOTHEKE ADHOC.

Welche Rolle spielen die Apotheken?
Öffentliche Apotheken, aber auch Krankenhausapotheken sowie klinik- und heimversorgende Apotheken müssen vor der Abgabe an den Patienten beide Sicherheitsmerkmale prüfen. Die Kontrolle des Erstöffnungsschutzes auf Unversehrtheit erfolgt durch eine einfache Sichtprüfung. Das individuelle Erkennungsmerkmal wird mit einem Scan des Data-Matrix-Codes erfasst und durch das Securpharm-System geprüft. Nach positiver Rückmeldung muss dieses Sicherheitsmerkmal vor der Abgabe an den Patienten aus dem System ausgebucht werden. Dies gilt für Arzneimittel, die der Hersteller ab dem 9. Februar 2019 für den Markt freigibt.

Wie melden sich Apotheken bei Securpharm an?
Die Verantwortung für die Umsetzung der Prozesse in der Apotheke sowie die fristgerechte Anbindung an das Securpharm-System trägt der Inhaber der Apothekenbetriebserlaubnis. Für den rechtmäßigen Zugang zum Securpharm-System müssen sich Apotheken über das N-Ident-Verfahren einmalig legitimieren. Dies geschieht über die Webseite der Avoxa-Tochter NGDA. Apotheken finden die Registrierung unter ngda.de. Noch nicht registrierte Apotheken sollten sich möglichst bald anmelden.

Um die Zugangsberechtigung zu überprüfen, benötigt die NGDA von jeder Apotheke eine Kopie der Apothekenbetriebserlaubnis sowie einen Aktivitätsnachweis, der nicht älter als sechs Monate sein darf. Dabei werden jüngste Abrechnungen des Nacht- und Notdienstfonds oder die Abrechnung eines Apothekenrechenzentrums akzeptiert. Nach erfolgreicher Legitimation können Apotheken ihre N-ID bestellen. Die N-ID ist ein elektronisches Zertifikat, das den Zugriff auf das Securpharm-System ermöglicht.

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