Nahrungsergänzung im Winter

Zink & Vitamin C: Das Erkältungs-Duo APOTHEKE ADHOC, 10.12.2019 14:44 Uhr

Berlin - Zur Vorbeugung von Infekten im Winter stehen unter anderem Nahrungsergänzungsmittel hoch im Kurs. Viele von ihnen enthalten Zink und Vitamin C: Sie sollen das Immunsystem stärken und Husten, Schnupfen & Co. die Stirn bieten. Doch was bewirken die beiden Allrounder im Körper und wo liegen die Referenzwerte? Die wichtigsten Informationen zu den Immun-Unterstützern im Überblick. Ein passender Download in Form einer Arbeitshilfe steht im LABOR zur Verfügung.

Zink zählt zu den Spurenelementen und ist an hunderten Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Erst vor kurzem hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den Referenzwert deutlich erhöht; dabei wurde die Zufuhr in Abhängigkeit vom Phytatgehalt der Nahrung festgelegt. Phytate kommen überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten oder Vollkorngetreide vor. Werden sie aufgenommen, bilden sie mit Zink im Gastrointestinaltrakt Verbindungen, die der Körper nicht aufnehmen und verwerten kann: Je mehr Phytat in der Nahrung enthalten ist, desto mehr Zink benötigt der Körper also. Bei einer mittleren Phytatzufuhr empfiehlt die DGE Frauen eine tägliche Zinkzufuhr von 8 mg und Männern eine Zufuhr von 14 mg.

Das Spurenelement ist unter anderem an der Eiweißsynthese, der Zellteilung und dem Stoffwechsel von Geschlechts- und Schilddrüsenhormonen beteiligt. Außerdem werden ihm antivirale Eigenschaften zugeschrieben. Es ist zudem an der Bildung und Aktivierung von Abwehrzellen beteiligt und somit aktiv dafür verantwortlich, Krankheitserreger abzuwehren. Durch Zink soll es zu einer verbesserten Reifung der T-Lymphozyten kommen. Außerdem soll es bestimmte Rezeptoren blockieren können, an die auch Rhinoviren andocken. Sind die Viren bereits in vollem Gange, soll Zink auch helfen können, die Erreger an ihrer Vermehrung zu hindern.

Vor allem in Schalentieren, Innereien, rotem Fleisch, Hülsenfrüchten, Getreide, Fisch, Milchprodukten und Eiern ist Zink enthalten. Soll supplementiert werden, gibt es bei der Auswahl des Zinkpräparates einiges zu beachten – denn Zink ist nicht gleich Zink: Die Bioverfügbarkeiten der einzelnen Verbindungen sind unterschiedlich. Es gibt organische und anorganische Salze sowie Komplexe mit organischen Säuren und Aminosäuren. Anorganisches Zinkoxid ist aufgrund der schlechten Bioverfügbarkeit für orale Darreichungsformen eher ungeeignet. Zinkgluconat, -aspartat, -orotat und -sulfat können vom Organismus besser aufgenommen werden. Der Zink-Histidin-Komplex weist ebenfalls eine gute Bioverfügbarkeit auf und ist der natürliche Transportkomplex im menschlichen Organismus.

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