„Ambitioniert, aber erreichbar“

So plant die Sanacorp bis 2023 Patrick Hollstein, 16.07.2019 09:58 Uhr

Berlin - Die Sanacorp will ihren Umsatz in diesem Jahr um 4,5 Prozent steigern, im kommenden Jahr soll die Schwelle von 5 Milliarden Euro genommen werden. Und ab 2022 soll sich auch die Ertragslage deutlich verbessern. Dies geht aus internen Planungen des Managements hervor, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars laut einem Gutachten für „ambitioniert, aber erreichbar“ hält.

Umsatz
2018 hat die Sanacorp ihren Umsatz um 3,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro gesteigert, im laufenden Jahr sollen es 4,5 Prozent mehr werden (4,8 Milliarden Euro). Den vergleichsweisen hohen Zuwachs erklärt das Management mit dem höheren Anteil an Hochpreisern sowie der Gewinnung von Neukunden.

Danach soll es jeweils um 3,5 Prozent nach oben gehen:

  • 2020: 5 Milliarden Euro
  • 2021: 5,2 Milliarden Euro
  • 2022: 5,4 Milliarden Euro
  • 2023: 5,6 Milliarden Euro

Marktanteil
Nachdem die Sanacorp bereits 2017 und 2018 leicht über Markt gewachsen ist, sollen in diesem Jahr erneut 0,7 Prozentpunkte mehr drin sein. Um Kunden der Wettbewerber zu gewinnen, wird auch mit steigenden Rabatten kalkuliert. Mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent liegt die Sanacorp hinter Gehe und vor Alliance Healthcare Deutschland (AHD) auf Rang 4. Mit Abstand vorn liegen Phoenix (28 Prozent) und Noweda (21 Prozent).

Rohertrag
Die Rohertragsmarge soll in diesem Jahr leicht auf 4,8 Prozent ansteigen und sich danach bei 4,7 Prozent einpendeln. Um dieses Ziel trotz geringerer Margen im Hochpreissegment zu erreichen, will die Geschäftsführung Rabatte für Bestandskunden einschränken. Dagegen ist man sich in Planegg bewusst, dass sich Neukunden oft nur mit besseren Konditionen gewinnen lassen.

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