Nitrangin statt Nystatin

Abgabefehler: Apothekenkundin im Radio gesucht Carolin Ciulli, 25.09.2018 16:54 Uhr

Die Inhaberin steht hinter ihren Mitarbeitern. „Fehler passieren“, sagt sie. „Wir versuchen jetzt, so schnell wie möglich die Patientin zu finden.“ Die Pharmazeutin hofft, dass die Frau die Verwechslung vor der Einnahme bemerkt. Das Lageso warnt vor „ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen“, wenn das Arzneimittel unbeabsichtigt eingenommen wird. „Die Patientin wird daher dringend gebeten, das Arzneimittel nicht einzunehmen und sich in der Apotheke am Bahnhof Spandau unter der Telefonnummer 030 333 46 86 zu melden.“

Nitrangin ist verschreibungspflichtig. Das Pumpspray wird beispielsweise zur Akutbehandlung und Vorbeugung von Angina pectoris sowie bei akuten Herzinfarkten angewendet. Menschen mit akutem Kreislaufversagen, schwerer Blutarmut oder stark erniedrigtem Blutdruck sollen das Präparat nicht anwenden. Nebenwirkungen sind unter anderem Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls und Blutdruckabfall sowie allgemeine Schwäche.

Erst im Juli kam es in einer anderen Berliner Apotheke zu einer Verwechslung. Eine Kundin der Prenz’l-Apotheke ging statt mit einem Jod-Präparat mit einem Blutverdünner nach Hause. Die Frau soll laut Inhaber Dr. Detlef Glaß das verschreibungspflichtige Produkt selbst vom HV-Tisch genommen haben. Der Apotheker informierte ebenfalls das Lageso. Die Frau hat sich bislang nicht gemeldet.

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