Prozess in Karlsruhe

Organspender streitet um Schmerzensgeld dpa, 13.11.2018 10:15 Uhr

Berlin - Ralf Zietz hat seiner Frau eine Niere gespendet. Unter den Folgen leidet er bis heute. Er macht die Ärzte verantwortlich, sie hätten ihm Risiken verschwiegen. Heute beginnt die Verhandlung zu seinem Fall beim Bundesgerichtshof (BGH).

Über das genaue Datum muss Zietz keinen Moment nachdenken. Der Tag, der sein Leben verändert hat, ist der 19. August 2010. An diesem Tag spendet er seiner Frau Marlies seine rechte Niere. Wegen einer Autoimmunkrankheit ist sie damals von der Dialyse abhängig. Ein Organ über die Warteliste ist nicht in Sicht. Mit der Transplantation soll alles werden wie früher: „Ich wollte meine Frau wiederhaben und unser Leben“, erinnert sich der heute 54-Jährige. „Und es wurde einem auch suggeriert, dass das funktioniert.“

Gut acht Jahre später steht sein Fall heute zur Verhandlung beim BGH an. Zusammen mit einer zweiten Nierenspenderin hat er die Uniklinik Essen und die für die Transplantation verantwortlichen Mediziner auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt. Denn Zietz hat zwar seiner Frau einige bessere Jahre geschenkt. Aber der Preis dafür war nach seinen Worten hoch: „Mein Leben hat sich im Prinzip halbiert.“

Vor dem Eingriff leitet der Unternehmer aus dem niedersächsischen Thedinghausen bei Bremen zwei Firmen mit Dutzenden Mitarbeitern, in der Familie mit vier Kindern in Ausbildung ist er der Ernährer. Danach will er genauso weitermachen und merkt schnell: Etwas stimmt nicht. „Zuerst fühlte es sich an wie die üblichen OP-Folgen. Aber es wurde einfach nicht weniger, es wurde im Laufe der Zeit mehr.“

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