Medizinalhanf

Cannabis: Rezepturen überholen Sativex APOTHEKE ADHOC, 20.09.2018 13:34 Uhr

Berlin - Der GKV-Spitzenverband hat Zahlen zu den Bruttoausgaben für Cannabisblüten und Cannabis-haltigen Arzneimitteln veröffentlicht. Demnach haben die Krankenkassen von Januar bis Juni rund 31 Millionen Euro für diese Therapien ausgegeben.

Die Liberalisierung des Betäubungsmittelgesetzes für Therapien mit Cannabisblüten im vergangenen Jahr ist für die Kassen mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Denn mit dem neuen Gesetz wurden sie verpflichtet, die Kosten der Behandlung zu übernehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Wie der GKV-Spitzenverband meldet, gab es im ersten Halbjahr für 31.672 Verordnungen für unverarbeitete Cannabisblüten. Das kostete rund 13,32 Millionen Euro. Für Cannabis-haltige Zubereitungen lag die Zahl bei rund 10,2 Millionen Euro für 24.519 Verordnungen. Die Abrechnung von Cannabis-haltigen Fertigarzneimitteln ohne PZN schlug mit 178.169 Euro zu Buche, das entspricht 1094 Kassenrezepten.

Auch Fertigarzneimittel auf Basis von Cannabis wurden in die Analyse miteinbezogen. Für die Canemes-Kapseln (Nabilon, AOP Orphan Pharmaceuticals) gaben die Kassen für 554 Verordnungen 265.216 Euro aus. Das Medikament ist für die Behandlung von chemotherapiebedingter Emesis und Nausea bei Krebs-Patienten indiziert, die auf andere antiemetische Behandlungen nicht adäquat ansprechen.

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