70.000 Euro geklaut

Chefin vergibt Filialleiterin im Gerichtssaal APOTHEKE ADHOC, 20.03.2018 14:21 Uhr

Berlin - Um knapp 70.000 Euro hat eine 53-Jährige Filialleiterin einer Holzkirchner Apotheke ihre Chefin erleichtert. Und das alles aus Liebe zu einem Mann. Als ihre Machenschaften aufgedeckt wurden, tischte sie den Ermittlern zunächst eine wilde Geschichte auf. Jetzt wurde die Mutter von drei Kindern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Als Filialleiterin war die 53-Jährige dafür zuständig, die Tageseinnahmen einzusammeln und zu verwalten. Sie steckte jedoch immer wieder Geld selbst ein, bis der Buchhalterin der Apotheke auffiel, dass etwas nicht stimmte: Der Soll-Haben-Vergleich wies ein Minus von 68.245 Euro auf. 19 Fälle binnen eines Monats, von August bis September 2016, legte ihr die Staatsanwaltschaft zur Last. Nachdem sie aufgeflogen war, hat die Apothekerin zwar den komplette Fehlbetrag innerhalb von drei Monaten zurückgezahlt, landete aber dennoch vor dem Amtsgericht Miesbach.

Vor Gericht gab sie zu, das Geld gestohlen zu haben. Doch nicht, um sich selbst zu bereichern, sondern für einen Mann: „Sie lernte einen Mann kennen, der immer wieder Geld von ihr haben wollte, ohne sie aber zu erpressen oder ihr zu drohen“, erklärte ihr Verteidiger laut Bericht des Merkur.

Im Vorfeld der Verhandlung hatte die Frau versucht, den Beamten der Polizei Miesbach eine ganz andere Geschichte aufzutischen. Ein Polizist berichtete im Zeugenstand von einer „abenteuerlichen“ Story. So habe die Frau von zwei dunkelhäutigen Männern erzählt, die sie in einen Keller gebracht und sie dort vergewaltigt hätten, berichtet der Merkur. Zudem hätten sie ihr 5000 Euro gestohlen.

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