Ausschuss-Tagung

WHO-Experten prüfen Fortschritte im Kampf gegen Ebola

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Genf -

Gesundheitsexperten prüfen Fortschritte beim Kampf gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola im Kongo in Afrika. Weil der Ausbruch nach mehr als einem Jahr noch nicht unter Kontrolle war, hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Juli eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite” ausgerufen. Ein Ausschuss prüfte heute, ob diese Notlage weiterhin besteht. 

Ob die Erklärung der Notlage positive Ergebnisse gebracht hat, kann die WHO nicht sagen. Die Entscheidung im Juli sollte Aufmerksamkeit auf das Problem lenken, war aber nicht mit konkreten Maßnahmen verbunden. „Die Gesamtstrategie und unser Einsatz zur Beendigung des Ausbruchs hat sich am 17. Juli nicht geändert”, sagte WHO-Sprecher Tarik Jasarevic in Genf.

Es gibt immerhin Lichtblicke: In den vergangenen Wochen sei die Zahl neuer Fälle zurückgegangen und die Neuansteckungen konzentrierten sich auf ein kleineres Gebiet. Seit Ausbruch im Kongo im Frühsommer 2018 infizierten sich nach Regierungsangaben mehr als 3200 Menschen, mehr als 2100 kamen ums Leben.

„Wir sind vorsichtig optimistisch”, sagte Jasarevic. Wegen der angespannten Sicherheitslage sei es weiterhin schwierig, alle Kranken zu erreichen und Neuinfektionen zu verhindern. Die Seuche wütet im Osten des Landes, die seit Jahren von Rebellen terrorisiert wird.

Deutschland gehört mit 4,5 Millionen Dollar (rund vier Millionen Euro) Hilfe in den zwölf Monaten bis Ende Juli zu den zehn größten Spendern für den Ebola-Einsatz. Zwei WHO-Programme zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit in der Region haben seit dem Sommer aber nur 10 beziehungsweise 25 Prozent der nötigen Mittel erhalten.

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