Brief an Spahn

Kassen: Hersteller sollen Rückrufe bezahlen APOTHEKE ADHOC, 26.10.2018 13:19 Uhr

Berlin - Die Krankenkassen fordern von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bessere Regeln für den Rückruf von fehlerhaften Arzneimitteln. Es bestehe „gesetzgeberischer Handlungsbedarf“, schrieb jetzt der Vizechef des GKV-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, in einem Brief an Spahn, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Auch Securpharm könne bei Rückrufen keine Hilfestellung leisten.

Anlass für die Forderung ist der in diesem Sommer zurückgerufene Wirkstoff Valsartan. Bei einem Lohnhersteller in China hatte es Verunreinigungen mit einem vermutlich krebserregenden Stoff gegeben. Zehntausende Patienten in Deutschland waren betroffen. Dieser Rückruf habe gezeigt, dass es für solche Fälle nur „unzureichende“ oder gar keine Regeln gebe, schreibt Stackelberg an den Minister. Viele Patienten seien „zutiefst beunruhigt und verunsichert“ gewesen.

Konkret verlangen die Kassen, dass Patienten besser informiert werden und in der Apotheke problemlos ein anderes Arzneimittel bekommen. Die Kosten für den Rückruf müssten die Hersteller tragen. Die Haftungsfrage müsse eindeutig geklärt sein: „Bringt ein pharmazeutisches Unternehmen ein Arzneimittel in Deutschland auf den Markt, so haftet es für die Qualität“, ist der Kassenverband überzeugt. Die Hersteller der Wirkstoffe müssten kontrolliert werden.

Die ABDA hatte den Umgang der Kassen mit der Valsartan-Krise massiv kritisiert: Es wäre doch „ganz wunderbar“ gewesen, wenn sich die Kassen auf dem Höhepunkt der Valsartan-Krise als Vertreter der Patienteninteressen zu Wort gemeldet hätten, sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt beim Deutschen Apothekertag (DAT) in München.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

OTC-Hersteller

Bouvain: Von Sanofi zu Klosterfrau»

Packungsrelaunch

Facelift für Grippostad, Ampel für Neuroderm»

Kommentar

DocMorris: Konsequent grenzwertig»
Politik

EU-Verordnung

Neue Regeln für bilanzierte Diäten»

Steuern

BGH: PKV darf sich Umsatzsteuer für Zytos zurückholen»

50.000 Unterstützer gesucht

#MitUnsNicht: Studenten kämpfen für Rx-Versandverbot»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

Dosisreduktion

Colchicum: Maximal 6 mg pro Gichtanfall»

Enoxaparin-Biosimilar

Heparin: 60, 80 und 100 mg im Doppelpack»

Antimykotika in der Schwangerschaft

Fluconazol: Risiko für Fehlgeburt und Herzfehler»
Panorama

Frau verursacht Autounfall

Hustenstiller kostet Versicherungsschutz»

Hormonelle Kontrazeptiva

„Lieber Pickel als Pille“: Glaeske bei Stern TV»

Dunja Hayali auf der VISION.A

Überlebensstrategien unter Trollen»
Apothekenpraxis

LABOR-Download

Kundenflyer: Arzneimittelentsorgung»

Pharmaziestudenten

Warum der BPhD die Rx-VV-Petition nicht unterstützt»

Healthcare-Barometer 2019

PwC: Drei Viertel der Deutschen wollen Medikamente online»
PTA Live

Stellengesuch

„Wanted: dead or alive“»

Brauchtumspflege Karneval

„Von der Region für die Region“»

Aktionstage für Kinder

Apotheke wird Gummibärchen-Werkstatt»
Erkältungs-Tipps

Hühnersuppe bei Erkältung

Kochen für die Seele - Hühnersuppe»

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»