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Nasenspray nur noch als Einzeldosis Alexander Müller, 20.01.2018 07:56 Uhr

Berlin - Die Kritik an Nasenspray ist vermutlich älter als die Erfindung des Nasensprays selbst. Seine Wirksamkeit ist unbestritten, Sorgen bereitet das Missbrauchspotenzial. Die Lösung? Weniger Lösung! Nasenspray dürfe nur noch bis zu einer Maximalgröße von 0,45 ml verfügbar sein, so der Vorschlag eines besorgten Professors.

„Wenn man für jeden Sprühstoß wieder in die Offizin muss, erhöht das die Hürde für Abhängige“, begründet der renommierte Hals-Nasen-Ökonom (HNÖ) seine Empfehlung. Einen entsprechenden Antrag will er beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einreichen.

Die Idee ließe sich mühelos auf andere Indikationen mit Suchtpotenzial ausweiten: Schmerzmittel gibt es nur noch im 4er-Pack. Um bei Antacida den Akutfall zu belegen, muss die erste Tablette vor den Augen des pharmazeutischen Personals eingenommen werden.

Im Ernst: Ein gerade wieder einmal gefordertes Werbeverbot für Nasenspray würde einen ähnlich großen Effekt haben wie der zehntausendste Sprühstoß eines Abhängigen. Die Risiken dürften hinlänglich bekannt sein – gerade bei Betroffenen. Aufklärung findet auch heute schon in der Apotheken statt, darin unterscheidet sich Nasenspray zum Beispiel von Alkohol oder Zigaretten.

Apotheker und PTA werden Härtefälle direkt auf ihren Konsum und die Risiken ansprechen und gegebenenfalls die Abgabe verweigern. Mehr können sie nicht ausrichten – aufgrund der Freiverkäuflichkeit der Produkte und mit dem Versandhandel als zusätzlicher unerschöpflicher Quelle.

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