Filialapotheker

„Wir sind die Inhaber von morgen“ Lothar Klein, 15.01.2018 10:18 Uhr

Berlin - Vier Jahre hat Christine Weber als junge Filialleiterin eine Apotheke geführt – dabei Erfahrungen gesammelt und die Probleme junger Pharmazeuten mit der unternehmerischen Verantwortung hautnah kennen gelernt. Daraus ist der „Qualitätszirkel Filiale“ der Apothekerkammer Westfalen-Lippe entstanden, für deren Einrichtung der Kammervorstand votiert hat. Hier tauschen junge Filial-Apotheker ihre Erfahrungen aus, bilden sich fort und vernetzen sich: „Die Vernetzung der Kollegenschaft im persönlichen Kontakt spielt dabei eine zentrale Rolle, denn hierin stärkt sich die Apotheke in ihrer besonderen Versorgungsleistung“, sagt Weber, die als Vorstandsmitglied der Kammer den Qualitätszirkel inhaltlich betreut. Die Organisation läuft über die Kammergeschäftsstelle.

„Wenn man als junger Pharmazeut als Filialleiter ins kalte Wasser geworfen wird, steht man vor einem Berg von neuen Aufgaben, unbekannten Herausforderungen und Problemen“, weiß Weber aus eigener Erfahrung. Nach dem Studium machte sie sich vier Jahre in einer öffentlichen Apotheke mit der Praxis vertraut, absolvierte die Fortbildung zum Fachapotheker für Allgemeinpharmazie. Weber: „Damit fühlte ich mich für den Antritt meiner ersten Stelle als Filialleiterin gewappnet.“

Dabei hat sie erfahren, dass Angebote für die Vorbereitung auf eine Filialleitungsstelle verhältnismäßig rar gesät sind. Für empfehlenswert hält Weber heute neben der Qualifikation als Fachapotheker für Allgemeinpharmazie ein BWL-Seminar für Filialleiter: „Ich hatte vorher noch nie eine betriebswirtschaftliche Auswertung gelesen – natürlich wollte ich alles lernen, was notwendig ist, um meiner Verantwortung gerecht zu werden.“ Ihr damaliger Chef hatte versprochen, ihr alles zu erklären. Doch das klappte im laufenden Betrieb der Apotheke nicht so, wie es notwendig gewesen wäre.

„Ich war froh über den zentralen Einkauf“, so Weber. Mit der Beratung der Patienten gab es keine Probleme. Da hatte sie freie Hand. Aber nach einiger Zeit musste sie feststellen, dass sie nie Gelegenheit hatte, etwas über die Finanzen des Betriebes zu lernen. „Ich war sehr unsicher, wie ich verschiedene alltägliche Problemstellungen lösen sollte, was angeschafft werden durfte.“ Die Vertreter der Großhändler und Arzneimittelhersteller gingen immer nur in die Hauptapotheke. Die Informationen von dort flossen nur spärlich in die Filia

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