Polycythaemia vera

Besremi: Ropeginterferon im Fertigpen Alexandra Negt, 18.09.2019 13:57 Uhr

Berlin - Mit dem Wirkstoff Ropeginterferon alfa-2b ist nun das erste zugelassene Interferon zur Behandlung der seltenen Erkrankung Polycythaemia vera (PV) ohne symptomatische Splenomegalie auf dem Markt. Besremi (AOP Orphan) wird in Form eines Fertigpens vertrieben, dadurch wird dem Patienten eine eigenständige Injektion ermöglicht.

Der Pen enthält eine Gesamtdosis von 250 µg Ropeginterferon alfa-2b: Die Dosis kann in Schritten von 50 µg durch Drehen des Dosierrädchens eingestellt werden. Die Anwendung erfolgt dann subkutan und wird zunächst durch den Arzt oder das medizinische Personal vorgenommen. Nach angemessener Schulung kann die Verabreichung des Fertigpens auch durch den Patienten selbst oder durch ein Familienmitglied erfolgen.

Als Injektionsstelle eignen sich der Oberschenkel oder eine Bauchfalte. Die Injektion in den Bauch wird jedoch meist als weniger schmerzhaft empfunden. Die Haut an der Injektionsstelle sollte nicht gereizt, gerötet oder infiziert sein. Von einer Injektion in Narbengewebe ist abzusehen, da die Wirkstoffaufnahme verändert sein kann. Die Haut sollte unbedingt sauber sein: Zur Vermeidung von Infektionen empfiehlt sich daher eine Hautdesinfektion.

Besremi wird kühl gelagert. Vor der Anwendung sollte der Pen jedoch 10 bis 15 Minuten bei Raumtemperatur aufgewärmt werden, um die Injektion angenehmer zu machen. Ebenso sollte eine optische Kontrolle der Lösung vor der Applikation erfolgen: Die Lösung muss klar, farblos bis hellgelb und frei von Partikeln sein. Vor jeder Injektion wird eine neue sterile Kanüle am Pen konnektiert, diese befinden sich im Lieferumfang. Der Druckknopf muss für zehn Sekunden vollständig heruntergedrückt werden. Bei der Injektion in die Bauchfalte ist diese nach zehn Sekunden loszulassen, erst dann wird die Nadel langsam gezogen. Ein Pen darf maximal zweimal innerhalb von 30 Tagen verwendet werden, unabhängig von der noch enthaltenden Restmenge. Das angebrochene Arzneimittel muss entsorgt werden.

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