Kombinierte orale Kontrazeptiva

Qlaira besser als andere KOK APOTHEKE ADHOC, 08.08.2019 14:25 Uhr

Berlin - Jenapharm, ein Tochterunternehmen von Bayer, hat Daten aus einer Real-World-Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit von Qlaira vorgelegt: Demnach weist das Präparat eine niedrigere Versagensrate auf als andere kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK). Die Studie lieferte Sicherheitsergebnisse, auf deren Basis die Fachinformation für Qlaira aktualisiert wurde.

Die vorgestellte Studie „International Active Surveillance Study – Safety of Contraceptives: Role of Estrogens“ (INAS-SCORE) ist laut Bayer eine transatlantische Beobachtungsstudie, die erstmals die kontrazeptive und kardiovaskuläre Sicherheit eines KOK untersuchte, dessen Estrogenkomponente nicht Ethinylestradiol war: Mehr als 50.000 Frauen waren an der Studie beteiligt, die Beobachtungszeit betrug insgesamt mehr als 105.000 Frauenjahre über die gesamte Studie hinweg. Qlaira ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von oralen Kontrazeptiva: Das Präparat enthält das Östrogen Estradiolvalerat – die veresterte Form des körpereigenen Estradiols – sowie das Gestagen Dienogest.

Estradiol ist das stärkste natürliche Östrogen. Durch die Einnahme wird die Ausschüttung von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) unterdrückt und damit der Eisprung verhindert. Dienogest hemmt ebenfalls den Eisprung, blockiert den Gebärmutterhals für Spermien und stört den Aufbau einer funktionsfähigen Gebärmutterschleimhaut. Das Hormon besitzt antiandrogene Wirkungen und unterdrückt somit die Wirkung der männlichen Sexualhormone. Daher eignet sich der Wirkstoff zur Behandlung der hormonell bedingten Akne.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Qlaira zum einen eine wirksame Verhütung bietet, dabei aber nachweislich eine niedrigere Versagensrate als andere KOK aufweist. Dies gilt insbesondere bei Frauen unter 25 Jahren. Die Studie konnte zudem ein niedrigeres Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) nachweisen.

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