Augentropfen

Sopthal: Zwei Jahre nach Umbenennung A.V. APOTHEKE ADHOC, 11.04.2019 14:38 Uhr

Berlin - Seit fast zwei Jahren heißt Sophtal Comod (Salicylsäure, Ursapharm) Posiforlid Comod. Zur Monatsmitte wird der Vorgänger außer Vertrieb gemeldet.

Im November 2017 hatte Ursapharm im Zuge der Harmonisierung des Blepharitis-Portfolios unter der Dachmarke Posiforlid den offiziellen Nachfolger von Sophtal eingeführt. Beide Produkte waren für kurze Zeit parallel im Markt, allerdings wurde der Vorgänger seit der Umbenennung nicht mehr aktiv vermarktet. Schon damals stand fest: Sobald die noch im Markt befindliche Ware abgeflossen ist, wird Sophtal Comod außer Vertrieb gemeldet. Zum 15. April ist es soweit.

Die Salicylsäure-haltigen Augentropfen können zur symptomatischen Behandlung von Lidrandentzündungen, unspezifischen Bindehautentzündungen oder Reizzuständen durch Staub, Rauch und Sonne angewendet werden. Betroffene können viermal täglich einen Tropfen in den Bindehautsack träufeln. Die Anwendung ist bis zum Abklingen der Symptome fortzuführen, sollte jedoch einen Zeitraum von 14 Tagen nicht überschreiten. Das Mehrdosenbehältnis kommt aufgrund des speziellen Verpackungssystems ohne den Zusatz von Konservierungsmitteln aus und ist nach Anbruch zwölf Wochen haltbar.

Anfang des Jahres hatte sich Bausch + Lomb dazu entschieden, die Produktion von Proculin (Naphazolin) Augentropfen einzustellen. Als Ursache nennt der Hersteller „unerwartete Herausforderungen beim Herstellungsprozess“. Einen wirkstoffgleichen Nachfolger gibt es vom Hersteller nicht. Bauch + Lomb nennt das eigene Produkt Berberil N (Tetryzolin) als mögliche Alternative. Indiziert sind die Augentropfen bei Augenreizungen beispielsweise durch Wind, Rauch, Chlorwasser oder Licht. Außerdem ist Berberil zur Behandlung von allergischen Augenentzündungen wie Heuschnupfen oder Blütenstaubüberempfindlichkeit angezeigt. Proculin war zur Schleimhautabschwellung bei nicht-erregerbedingter Bindehautentzündung zugelassen.

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