Apo-Tipp

Zuzahlungsbescheinigung: Was genau ist das? Teil 1 Eva Bahn, 20.08.2019 11:33 Uhr

Berlin - Es gibt zwei Zeiträume im Jahr, in denen Apotheken besonders viele Bescheinigungen ausstellen: Im Dezember und Januar geht es um die Zuzahlungen für die Krankenkasse. Zu Beginn des Sommers brauchen die Kunden die Belege für das Finanzamt. Was unterscheidet diese beiden Auflistungen und ab wann lohnt es sich überhaupt, diese auszudrucken?

Die ganz fleißigen Kunden lassen sich bereits am Jahresende beide Formulare mitgeben, denn wichtig für die Berechnung ist immer das vergangene Jahr. Die Krankenkassen verlangen hier zur Bestätigung einen Stempel der Apotheke und eine Unterschrift des Ausstellenden. Dem Finanzamt genügt die ausgedruckte Bescheinigung ohne Apothekenstempel und Unterschrift. Zur besseren Unterscheidung beleuchten wir zunächst die Übersicht der Zuzahlungen für die Kasse. Die Regelungen für das Finanzamt folgen in Teil 2.

Da die gesetzlich Versicherten nicht über Gebühr mit Ausgaben für die Gesundheit belastet werden sollen, gilt die Regelung, dass eine Person nicht mehr als 2 Prozent des bruttoverfügbaren Familieneinkommens für Zuzahlungen aufwenden muss. Chronisch Kranke zahlen nur 1 Prozent dazu, bevor sie, nach einem entsprechenden Antrag, davon befreit werden können. Dieser Antrag kann grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt des Jahres gestellt werden; wer bis dahin zu viel gezahlt hat, der erhält sein Geld zurück. Das Familieneinkommen umfasst sowohl Gehalt oder Rente, als auch Zins- oder Mieteinnahmen aller im Haushalt lebenden Personen.

Bei zwei Personen, bei denen der eine 2500 Euro und der andere 1000 Euro brutto verdient, wären das also 840 Euro. Lebt noch ein familienversichertes Kind mit im Haushalt, das neben der Schule einen 450-Euro-Job verrichtet, so wird auch dieses zur Berechnung mit herangezogen. Hier gibt es allerdings auch Kinderfreibeträge, die einberechnet werden können. Eigenanteile von Medikamenten gehören übrigens nicht dazu. Chronisch kranke Personen müssen nur 1 Prozent ihres Einkommens für diese Leistungen aufzahlen. Dafür benötigen sie eine Bescheinigung ihres behandelnden Arztes. Auf dieser muss vermerkt werden, dass sie mindestens ein Jahr lang einmal im Quartal ärztlich behandelt wurden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Coronavirus

Phase-IIb/III-Studie schreitet voran

Abivax behandelt ersten Patienten mit ABX464»

Virus im Herzgewebe nachgewiesen

Sars-CoV-2 befällt auch das Herz»

Kaum Antikörper vorhanden

Sars-CoV-2: Wo bleibt die Herdenimmunität?»
Markt

Natürlich und biologisch

Nuxe launcht Bio-Serie»

Anti-Age-Pflege

Falten ade dank 3D-Technologie»

Bundesverwaltungsgericht

Kein Rx-Bonus in deutschen Apotheken – noch nicht»
Politik

Einigung zu Botendienstpauschale

250 Euro: Ab September wird ausgezahlt»

Registrierkassengesetz

TSE-Module: Länder erlassen Fristverlängerung»

500.000 Tests in einer Woche

Spahn: Ausweitung von Corona-Tests zeigt Wirkung»
Internationales

Walgreens Boots Alliance

Wegen Corona: Pessina streicht 4000 Stellen»

Österreich

Wirkstoffverordnung: Hersteller gegen Gesundheitsminister»

Gesundheitsausschuss stimmt für Festpreise

Schweiz: Apotheker sollen nur noch das Billigste abgeben»
Pharmazie

THC-Extrakt wird DAB-konform

Tilray stellt auf MCT um»

Rückruf

Braun: Auffälliger Geruch bei NaCl»

Therapieabbrüche

Antiepileptika: Bessere Compliance unter neuen Wirkstoffen?»
Panorama

Skurriles Gewinnspiel

Inko-Albtraum auf der Fußball-Grillparty»

Heilmittelwerberecht

PKV darf nicht für Tele-Ärzte werben»

Timo coacht

Digitalisierung: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – Der satirische Wochenrückblick

Diskriminierungsverbot: Apotheken dürfen nicht mehr beraten»

Sauerland

Nachfolgerin gesucht: Apotheke lieber verschenken als ausräumen»

Apothekenplattformen

Phoenix/Pro AvO: Noweda entspannt, Hartmann elektrisiert»
PTA Live

Zwei Betroffene erzählen ihre Geschichte

PTA und chronisch krank»

Mehreinwaage nicht vergessen

Ringversuch: Hydrocortison-Kapseln»

PTA gibt QMS-Seminare

QMS soll „schaffbar“ sein»
Erkältungs-Tipps

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»

Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung

Infekte in der warmen Jahreszeit»
Magen-Darm & Co.

Pflanzlich oder Probiotisch

Fresh-Up: Reizdarmsyndrom»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Schubweises Leiden»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Bildergalerie

Schwangerschaftsmythen: Fakt oder Falsch?»

Bluthochdruck, Diabetes & Co.

Chronische Erkrankungen in der Schwangerschaft»

Engmaschige Vorsorgemöglichkeiten

Risikoschwangerschaft: Von Fruchtwasseruntersuchung und iGeL»
Medizinisches Cannabis

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»

Cannabispreisverordnung

Tilray: „Auch wir haben auf die Änderungen reagiert“»
HAUTsache gesund und schön

Isotretinoin, MTX & Co.

Hautpflege bei bestimmter Medikation»

Neue Kosmetikkonzepte

Hygiene in die Pflegeroutine integrieren»

Sommerzeit = Sonnenbrandzeit

Sonnenschutz: Mindestens LSF 30»