Biotechnologie

Morphosys sucht einen neuen Chef dpa, 19.02.2019 17:19 Uhr

Berlin - Das Biotechnologieunternehmen Morphosys muss sich einen neuen Chef suchen. Der langjährige Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer, Simon Moroney, will in den Ruhestand treten. Moroney werde mit Ablauf seines Vertrages am 30. Juni 2020 zurücktreten, oder auch früher, sobald ein Nachfolger benannt worden sei, teilte die Gesellschaft am Dienstag in Planegg bei München mit.

Moroney, der im April 60 Jahre alt wird, lässt sich in der Pressemitteilung mit der Formulierung zitieren, er freue sich darauf, „mehr Zeit für andere Interessen zu haben und neue Möglichkeiten zu erkunden“. Der gebürtige Neuseeländer gilt als ein Urgestein der New Economy in Deutschland. Moroney gehörte zu den Gründern des Unternehmens im Jahr 1992, zwei Jahre später wurde er dessen Vorstandschef. Unter seiner Führung hat sich das Unternehmen zu einem wichtigen Vertreter der biopharmazeutischen Industrie entwickelt.

Das Unternehmen, das lange nur als Auftragsforscher unterwegs war und auf Antikörpertherapien spezialisiert ist, will sich künftig stärker auf die Entwicklung eigener Produkte fokussieren. Aktuell steht Morphosys in den Startlöchern für das erste eigene Medikament: Das Krebsmittel Mor208, für das die Gesellschaft in den USA bis Ende 2019 einen Zulassungsantrag stellen will. Und auch anderen, noch in der Prüfung befindlichen Medikamenten, werden Chancen vorausgesagt. Einen ersten Erfolg verbuchte Morphosys bereits als Antikörper-Lieferant für die Johnson&Johnson-Tochter Janssen und deren inzwischen zugelassenes Schuppenflechtemittel Tremfya.

An der Börse machten die Ruhestands-Pläne die Anleger nervös. Schließlich steht Moroney bei dem Antikörper-Spezialisten für Kontinuität und Stabilität. Die seit September auch im MDax notierten Morphosys-Papiere verloren zuletzt 2,85 Prozent.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Großhandel

Phoenix beweist Kühlkette mit Eiskaffee»

Orale Kontrazeptiva

TK: Pillen-Verordnungen nehmen weiter ab»

Firmenporträt

Kehr: Privatsache Großhandel»
Politik

Rabattverträge

Hersteller: GSAV hilft nicht gegen Lieferengpässe»

Telematikinfrastruktur

eRezept: TI-Zugangskarten ab September»

Bundeshaushalt 2020

Beamten-Boom im BMG: 26 zusätzliche Staatsdiener  »
Internationales

Österreich

„Marktferne Elemente“: Ärzte ätzen gegen Apotheken»

Niederlande

Lachgas als Partydroge»

Österreich

Leti-Kosmetik exklusiv über Versandapotheke»
Pharmazie

Schmerzen bei Kindern

Kopfschmerzen: Zwei Drittel der Schulkinder betroffen»

Grippeimpfung

Zulassungserweiterung: Vaxigrip schützt auch Neugeborene»

Krebsmedikamente

US-Zulassung für Entrectinib»
Panorama

Großbritannien

„No-Deal-Brexit“: Angst vor Engpässen bei Medikamenten»

Apothekeneröffnung

„Das ist hier wie im Big Brother Container“»

Ausbildung

PTA-Praktikantin: Skepsis im Team»
Apothekenpraxis

Aktion gegen Plastikmüll

Apotheker: Pillen in der Pfandflasche»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Herr der Ringe 4: Die Schicksalspetition»

Hexal gewinnt Rechtstreit

Streit um Packung: Geändert heißt nicht besser»
PTA Live

So kommt die Medizin ins Kind

Fünf Tipps zur Medikamentengabe bei Kindern»

LABOR-Download

Ärzteinformation zum neuen Rahmenvertrag»

Möglichkeiten der Vor-Ort-Apotheke

Asthma und COPD: Kundenbindung durch Test und App»
Erkältungs-Tipps

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»

Urlaubszeit

Erkältung im Flugzeug»

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»
Magen-Darm & Co.

Magen-Darm-Erkrankungen

Rotaviren: Gefahr für Kleinkinder»

Spezielle Nahrungsmittel

Kefir – kaukasischer Zaubertrank»

Untersuchungsmethoden

Keine Angst vor der Darmspiegelung»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das dritte Trimester: Positionswechsel und Gewichtszunahme»

Schwangerschaft

Das zweite Trimester: Von der Lanugobehaarung bis zum Surfactant»

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»