Verunreinigungen

NDMA: Jetzt auch Metformin betroffen Nadine Tröbitscher, 04.12.2019 15:41 Uhr

Berlin - N-Nitrosodimethylamin (NDMA) sorgt erneut für Schlagzeilen. Erst im vergangegen Sommer wurden Valsartan-haltige Arzneimittel aufgrund der Verunreinigung zurückgerufen. Das Nitrosamin wurde nun im Antidiabetikum Metformin nachgewiesen und gilt als potentiell krebserregend. Erste Rückrufe gab es in Singapur.

Die polnische Onlinezeitung „Gazeta prawna“ bezieht sich auf das Arztportal Mp.pl und schreibt: „Unsere Informationen belegen, dass die Verunreinigung unabhängig voneinander in Asien und Deutschland festgestellt wurde. Diese betrifft Produktionen aus chinesischen Fabriken, die große Teile Europas beliefern.“ Bei der „unerwünschten Substanz handelt es sich um NDMA.“

„Wir haben keine Informationen, die belegen, dass Metformin-haltige Arzneimittel Leben oder Gesundheit gefährden“, gibt der polnische Vize-Gesundheitsminister Janusz Cieszynski Entwarnung über Mp.pl bekannt, nachdem in Polen ein Krisenstab des Gesundheitsministeriums tagte. Einen Rückruf gibt es derzeit in Polen nicht. Eine Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) steht laut Cieszynki noch aus. Derzeit liege nur eine Warnung vor, die besagt, dass die aktive Substanz mit dem Nitrosamin verunreinigt ist.

Die Gesundheitsbehörde in Singuapur (HSA) hat die Verunreinigung in einzelnen Metformin-haltigen Arzneimittel nachgewiesen und vorsorglich einen Rückruf von drei der 46 untersuchten Arzneimitteln eingeleitet. Betroffen sei lediglich ein kleiner Teil der Metformin-haltigen Medikamente, die in Singapur auf dem Markt sind und die nur über einen kurzen Zeitraum im vergangenen Jahr ausgeliefert wurden.

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