Infektionskrankheiten

Truvada zur HIV-Prophylaxe zugelassen APOTHEKE ADHOC, 24.08.2016 13:43 Uhr

Berlin - Die EU-Kommission hat Truvada (Emtricitabin/Tenofovir) zur HIV-Prophylaxe zugelassen. Damit ist das erste antiretrovirale Arzneimittel in der EU zur Prävention zugelassen, das in Kombination mit sicheren Sexualpraktiken die Übertragung des Virus' verhindern soll.

Truvada soll das Ansteckungsrisiko von gesunden Erwachsenen mit hohem Infektionsrisiko – also beispielsweise mit einem HIV-positiven Partner – mindern. Das Medikament soll einmal am Tag eingenommen werden. Die „PrEP“ genannte Prophylaxe basiert auf einer Kombination von Medikamenten, die bereits seit 2005 in der EU für die HIV-Behandlung zugelassen sind.

Die Entscheidung zur Zulassung basiert laut Gilead auf Ergebnissen zweier Placebo-kontrollierter Studien, die bei der Nutzung der Prophylaxe ein deutlich geringeres Risiko einer HIV-Infektion nachgewiesen hätten. Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Gewichtsverluste waren die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen.

„In den vergangenen 30 Jahren haben wir einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von HIV verfolgt. Die Infektionsraten steigen trotzdem weiter an. 2014 haben wir die höchste Zahl an neu diagnostizierten Fällen in der EU verzeichnet. Davon wurden 94 Prozent durch sexuellen Kontakt verbreitet“, sagte Professor Dr. Jean-Michel Molina. Er arbeitet im Krankenhaus St. Louis und an der Universität Paris-Diderot in Paris. „Truvada als PrEP stellt ein zusätzliches Prophylaxe-Mittel dar, das – in Verbindung mit sicheren Sexualpraktiken – uninfizierten Erwachsenen mit hohem HIV-Ansteckungsrisiko schützen kann.“
  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

500-Millionen-Euro-Deal

Cheplapharm kauf Antra und Seroquel»

Movember beim Großhändler

Haarige Angelegenheit: Gehe sammelt Spenden ein»

Pharmakonzern brüskiert Gewerkschaft

Sanofi-Umbau: Gegenwind aus Höchst»
Politik

Vergleichbarkeit von Leistungen

Grüne fordern Qualitätstransparenz von den Kassen»

eRezept in der Praxis

Digital trifft analog: Erstes eRezept auf Papier»

ABDA

Friedemann Schmidt hört auf»
Internationales

Minderheitsbeteiligung in Lieferdienst

Ärger mit Kartellamt: Amazon investiert in Deliveroo»

Grenz-Schmuggel

Mit Drogen im Koffer zum Osnabrücker Weihnachtsmarkt»

Tschechien

Computervirus legt Klinik lahm»
Pharmazie

Empfehlung bleibt bei Ü18

Phytohersteller scheitern mit Tormentill-Vorstoß»

Neurodegeneration

Neue Schmerz-Skala für Demenz-Patienten»

OTC-Switch

Nach Urteil: Desloratadin bald ohne Rezept»
Panorama

Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche

Erneuter Prozess um Gießener Ärztin»

Erinnerungskoffer für Fußballfans

HSV und St. Pauli wollen Demenzkranken helfen»

Kinder-Onkologie

Charité: Personalmangel stoppt Neuaufnahmen»
Apothekenpraxis

Großhandel

Megafusion: Alliance heiratet Gehe»

Schmidt fordert eRezept-Monopol

DAV-WebApp: Gute Lösung – ohne Wettbewerb»

Apothekenteams berichten

So oft können sich Patienten die Zuzahlung nicht leisten»
PTA Live

Polyneuropathie

Taubheitsgefühle mit TCM lindern»

Viruserkrankungen bei Kindern

Drei-Tage-Fieber: Harmlose Herpesinfektion»

PTA-Schulen

Putin lädt zum Wettbewerb: PTA-Schüler reisen nach Moskau»
Erkältungs-Tipps

Nahrungsergänzung im Winter

Zink & Vitamin C: Das Erkältungs-Duo»

Erkältungstipps

Anatomische Erkältungsreise: Nasennebenhöhlen»

Halsentzündungen

Seitenstrangangina: Selten aber schmerzhaft»
Magen-Darm & Co.

Fermentierte Lebensmittel

Besser als Probiotika? Kombucha, Kimchi & Co.»

Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden

Reizmagen: Vielseitiger Symptomkomplex»

Magen-Darm-Beschwerden bei Kindern

Dreimonatskoliken: Schreiattacken mit unklarer Ursache»
Kinderwunsch & Stillzeit

Tabuthema Pilzinfektionen

Vaginalpilz in der Schwangerschaft»

Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt»

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»