USA

Zika: Schwangere sollen Miami meiden dpa, 02.08.2016 21:20 Uhr

Washington - Schwangere Frauen sollen wegen Zika Teile Miamis meiden. „Im Bereich der Stadt Miami muss nun erstmals von einer lokalen Übertragung der Zikaviruserkrankung ausgegangen werden“, schrieb das Auswärtige Amt am Dienstag. Zuvor hatte bereits die US-Gesundheitsbehörde CDC Schwangere davor gewarnt, in den Stadtteil Wynwood zu fahren. Dort werde das Virus durch Mücken verbreitet. In Florida ist die Zahl solcher Zika-Fälle inzwischen auf 14 gestiegen.

Gouverneur Rick Scott beantragte daher einen Notfalleinsatz der CDC. Er bat, ein Notfallteam zu schicken, um bei der Untersuchung und der Eindämmung der Neuansteckungen zu helfen. Die CDC rät auch Schwangeren und ihren Partnern, die sich nach dem 15. Juni in Wynwood aufhielten, Kondome zu nutzen oder auf Sex zu verzichten. Damit soll eine mögliche Übertragung des Virus verhindert werden.

Für Deutschland sehen Experten trotz dieser Entwicklung keine größere Gefahr. Die Bedingungen in Florida unterschieden sich sehr von denen hierzulande, sagte Zika-Expertin Dr. Christina Frank vom Robert Koch-Institut (RKI). „Florida hat ein intensiv subtropisches Klima mit weit verbreiteten und nahezu ganzjährig aktiven Gelbfiebermücken (Aedes aegypti)“. Das sei ein „offenbar sehr effektiver Überträger“ des Zika-Virus.

In Europa komme diese Mückenart lediglich auf Madeira und in einem Gebiet östlich des Schwarzen Meeres vor. Bei der in Deutschland punktuell nachgewiesenen Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) ist nach RKI-Angaben noch nicht endgültig geklärt, ob sie in der Lage ist, das Virus zu übertragen.
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