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Flecainid-Puren: Apotheker sehen doppelt APOTHEKE ADHOC, 27.04.2018 07:52 Uhr

Berlin - Actavis heißt jetzt Puren, die meisten Präparate wurden in den vergangenen zwei Jahren umgestellt. Doch noch immer wird neue Ware in den Markt eingeführt: Unter gleicher PZN werden vorübergehend alte und neue Packungen zum Teil mit geänderter Rezeptur im Handel sein. Im Fall Flecainid findet eine Umstellung anderer Art statt.

Seit der Umfirmierung von Actavis in Puren im Dezember 2015 wurden 500 Produktnamen und Packungsdesigns auf die Marke umgestellt. Normalerweise wird ab dem jeweiligen Stichtag nur noch neue Ware ausgeliefert, die am Aufdruck „geänderte Rezeptur“ zu erkennen ist. Dies ist beispielsweise bei Atorvastatin, Candesartan, Candesartan HCT und Fluconazol der Fall.

Anders sieht es bei Flecainid aus. Im Handel sind Flecainid Puren und Flecainidacetat Puren. Letzteres wurde zum 1. März auf den Markt gebracht. Beide Präparate sind bei unterschiedlicher PZN und abweichendem Preis identisch zusammengesetzt. Auch im Design gibt es nur wenige Unterschiede. Einzig Form und Größe der Packung sowie Arzneimittelbezeichnung sind verschieden. Apotheker und PTA sehen buchstäblich doppelt – zweimal hinsehen sollten sie bei der Rezeptbelieferung: Denn es existieren diverse Rabattverträge, die nicht für beide Produkte gleich sind.

„Bedingt durch einen Hersteller-Wechsel wird das Produkt Flecainid Puren durch das neue Produkt Flecainidacetat Puren ersetzt“, teilt das Unternehmen mit. Die „alte“ Ware sei jedoch ab Werk nicht mehr verfügbar. Es handelt sich demnach um Restbestände der Großhändler, die noch im Umlauf sind. Puren liefere nur noch den Nachfolger aus. Neue Ware ist bereits in den Stärken 50 mg zu 20, 50 und 100 Tabletten sowie zu 100 mg in der Packungsgröße 100 Stück lieferbar. 20 und 50 Tabletten in der höheren Dosierung werden ab nächster Woche lieferbar sein.

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