Abgabehilfe

Import: FER = ILO Nadine Tröbitscher, 01.08.2017 11:42 Uhr

Berlin - Original oder Reimport? Eine Frage, die bei der Abgabe von Arzneimitteln immer wieder für Unsicherheiten sorgen kann. Apotheken sind auf ihre Software angewiesen, um das rabattierte Produkt zu finden. Eine Hürde kann dabei die Darreichungsform sein.

Kann eine Fertigspritze gegen eine Injektionslösung ausgetauscht werden? Oder muss sie es sogar? Bei der Abgabe von Import oder Original regelt der Rahmenvertrag § 5 Absatz 2 das Importarzneimittel, Arzneimittel sind, „die mit dem Bezugsarzneimittel in Wirkstärke und Packungsgröße identisch, sowie in der Darreichungsform therapeutisch vergleichbar sind (Re- und Parallelimporte)“.

Anders als bei Original und Generikum gilt hier nicht die Aut-idem-Regelung, also der Austausch gegen ein Arzneimittel mit identischer oder vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als austauschbare festgelegte Darreichungsform. Hierzu heißt es: „In den Fällen der Ersetzung durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel haben die Apotheken ein Arzneimittel abzugeben, das mit dem verordneten in Wirkstärke und Packungsgröße identisch sowie für ein gleiches Anwendungsgebiet zugelassen ist und ferner die gleiche oder eine austauschbare Darreichungsform besitzt.“ Die Regelungen der Austauschbarkeit hat der G-BA in der Anlage VII der Arzneimittel-Richtlinie festgehalten.

Die Apothekensoftware muss also nicht nur die Regelung nach aut-idem sondern auch der Importe abfragen. Erst dann werden alle rabattierten Arzneimittel angezeigt. Aus der Liste wird dann das entsprechende abzugebende Präparat ausgewählt und entsprechend beliefert. Die Darreichungsform ist dabei irrelevant – Fertigspritzen können gegen Injektionslösung ausgetauscht werden.
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