Pharmaziestudium

Medikationsmanagement in der Uni-Apotheke Maria Hendrischke, 20.10.2016 13:34 Uhr

Berlin - An der Freien Universität Berlin (FU) lernen Pharmaziestudenten ab diesem Semester Medikationsmanagement. In einer Modell-Apotheke werden reale Patientenfälle durchgesprochen und Therapien analysiert. In Rollenspielen trainieren die angehenden Apotheker, die Ergebnisse ihren Patienten ohne Fachlatein zu erklären. Theorie und Praxis sollen so bereits im Studium verknüpft werden. Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) der Patienten soll erhöht werden.

Das Medikations-Management-Center (MMC) am Pharmazie-Institut der FU sei deutschlandweit einmalig, sagt Studiendekan Professor Dr. Roland Bodmeier. Die Universität integriere damit als erste Hochschule das Medikationsmanagement bereits in das Studium. Bislang wird Wissen dazu eher über Fortbildungen vermittelt, beispielsweise den AMTS-Manager der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Grund für diesen Schritt ist die älter werdende Bevölkerung: Polymedikation und chronische Erkrankungen wie Diabetes nehmen zu. „Jeder siebte Patient über 70 nimmt 13 Wirkstoffe ein“, sagt Professor Dr. Charlotte Kloft, Leiterin der Abteilung Klinische Pharmazie. Derzeit sind laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) etwa 250.000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr auf Medikationsfehler zurückzuführen. Das kostet etwa eine Milliarde Euro.

Kloft leitet die Klinische Pharmazie seit 2011. Sie hatte die Idee zum Konzept der Modell-Apotheke. Übungsapotheken gibt es in Deutschland schon; Studenten in Halle und Mainz trainieren darin, Patienten zu beraten. Die FU setzt einen anderen Schwerpunkt: Die Studenten lernen, einen Medikationsplan zu erstellen, mögliche Neben- und Wechselwirkungen der Medikation zu analysieren, Lösungen zu erarbeiten – und den Patienten verständlich zu kommunizieren.

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