Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden

Neuheiten bei Reizdarm APOTHEKE ADHOC, 24.10.2018 14:15 Uhr

Berlin - Bauchschmerzen, Blähungen, Krämpfe oder ein Wechsel von Durchfall und Verstopfung können Symptome eines Reizdarmsyndroms (RDS) sein. Etwa 20 Prozent leiden an einem RDS, das den Alltag und die Lebensqualität enorm beeinflussen kann. Eine körperliche Ursache für die Erkrankung gibt es nicht, daher werden meist nur die Symptome behandelt. Vor einigen Jahren war Kijimea das erste Produkt, das die Indikation erstmals gezielt aufgegriffen hat. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Präparaten am Markt. Das sind die aktuellen Newcomer.

Alflorex
Medice hat bereits seit einigen Monaten Alflorex auf dem Markt. Das Präparat ist als diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke eingestuft.
Inhaltsstoffe: Eine Kapsel enthält eine Milliarde Bakterien von Bifidobacterium infantis 35624. Der Bakterienstamm wird in der deutschen ärztlichen Leitlinie für die Behandlung des Reizdarmsyndroms empfohlen.
Indikation: Zur diätetischen Behandlung bei Reizdarmsyndrom mit den typischen Symptomen Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung und Blähbauch.
Wirkung: Das Produkt kann helfen, die körpereigene Darmflora von Reizdarmpatienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Dosierung: Einmal täglich eine Kapsel über mindestens vier Wochen.

Darm-Care Biotic Reizdarm
Salus hat mit Darm-Care Biotic Reizdarm eine bilanzierte Diät auf dem Markt.
Indikation: Diätetische Behandlung des Reizdarmsyndroms mit den typischen Symptomen Verstopfung, Bauchschmerzen und -krämpfen, Blähungen und Blähbauch.
Inhaltsstoffe: Lebende Milchsäurekulturen Lactobacillus reuteri und Lactobacillus acidophilus, teilhydrolisiertes Guarkernmehl als wasserlöslichen Ballaststoff, Vitamin B2 und Biotin
Wirkung: Das Präparat kann die Regeneration der gestörten Darmflora unterstützen und die bakterielle Fehlbesiedlung im Darm ins Gleichgewicht bringen. Der enthaltene Ballaststoff dient dabei als Nahrungsquelle für die Milchsäurekulturen.
Dosierung: Einmal täglich soll ein Sachet in 150 ml Wasser eingerührt und zu oder zwischen den Mahlzeiten getrunken werden.

Gelsectan
Seit Mitte Oktober hat Klinge Gelsectan als neue Therapieoption bei Reizdarm auf dem Markt. Es handelt sich um ein Medizinprodukt der Klasse IIa.
Inhaltsstoffe: Enthalten ist das natürliche Polysaccharid Xyloglucan, dem filmbildende Eigenschaften zugesprochen werden. Erbsenprotein und Traubenkernextrakt sollen Xyloglucan unterstützen.
Indikation: Hilft die Reizdarmsyndromsymptome wie chronischer oder wiederkehrender Durchfall, abdominales Spannungsgefühl, Schmerzen, Blähbauch und Flatulenz zu mindern.
Wirkung: Es bildet sich ein Mucosaschutzfilm, der die angegriffene Darmwand auskleidet. Außerdem werden Lactobazillen und Bifidobakterien stimuliert. Die Entzündung im Darm soll unterbrochen sowie Durchfälle und Blähungen gemindert werden.
Dosierung: Die empfohlene Dosierung beträgt zwei bis vier Kapseln pro Tag.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Weiteres
Coronavirus

„Dringende Empfehlung“

Krisenstab: Apotheken sollen Morphin für Covid-19-Patienten bevorraten»

Infektionsschutz

Mitarbeiter infiziert: Apotheke darf geöffnet bleiben»

Klage in der Not

DIY-Masken: Das Wort „Schutz“ muss weg»
Markt

Corona-Generalversammlung

Zur Rose sperrt Aktionäre aus»

Tennisturnier

Noventi Open 2020 abgesagt»

Lieferengpässe nehmen zu

Importeure beklagen steigende Preise»
Politik

Folgerezepte, Hilfsmittel und Überweisungen

Wegen Corona: Keine Versichertenkarte im neuen Quartal»

Dekontamination mit Hitze

Bundesregierung: Atemmasken künftig dreimal verwenden»

Positionspapier zur Corona-Pandemie

BAH schlägt Alarm: Sorge um Arzneimittelversorgung»
Internationales

Wegen NDMA-Verunreinigung

USA: Ranitidin muss komplett zurück»

Streit um Schutzmaßnahmen

Amazon und Corona: Verstoß gegen Menschenrechte?»

Drastische Corona-Maßnahme

Mundschutzpflicht: Apotheke schließt nach Shitstorm»
Pharmazie

Pirfenidon schädigt Leber

Esbriet: Medikamenteninduzierte Leberschäden möglich»

Fluorchinolone – keine Oralia mehr

Hexal ruft Ofloxacin Tabletten zurück»

Ausbreitung von Sars-CoV-2

Haustiere sind kein wesentlicher Risikofaktor»
Panorama

Coronakrise

WHO prüft nun Wirksamkeit von Mundschutz»

Randnotiz

Misslungener Radio-Gag: Apotheken-Maske für 200 Euro»

Initiative „Deutschland gegen Corona“

DocMorris & Co. für Kampagne #allefüralle»
Apothekenpraxis

Corona-Maßnahmen

Schichtbetrieb: Apotheker muss sich von Frau und Kindern trennen»

Sachsen

Apothekerverband will keine Corona-Tests»

Apothekerin näht fürs Team

Eigenproduktion: Atemmasken mit Apothekenlogo»
PTA Live

Corona-Folgen

Adexa: Corona-Zuschlag für Apotheken-Teams»

Fernunterricht

PTA unterrichtet via Chat»

USA

PTA stirbt an Corona-Infektion»
Erkältungs-Tipps

Wenn die Stimme versagt

Heiserkeit – Tipps für Vielsprecher»

Eukalyptus, Thymian & Co.

So geht´s: Erkältungsbad selbst herstellen»

Flimmerhärchen und Sekret

Die Nase als Schutzschild»
Magen-Darm & Co.

Nicht nur Husten und Fieber

Covid-19: Durchfall als Symptom»

Tofu, Seitan & Co.

Vegan – der Verzicht auf alles tierische»

Besondere Ernährungsformen

Vegetarisch – Der Verzicht auf Fleisch»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Was bedeutet Risikoschwangerschaft?

Schwangerschaft 35 +»

Scheidenpilz, Cystitis & Ischiasschmerzen

Tipps bei typischen Symptomatiken in der Schwangerschaft»

Krank in der Schwangerschaft 

Hausmittel vs. Arzneimittel: Alternativen für werdende Mütter»
Medizinisches Cannabis

Die Inhaltsstoffe der Cannabispflanze

THC und CBD: Wo liegen die Unterschiede?»

Teil 1: Rezeptangaben und Sonderfälle

How to: Cannabisrezept»

Cannabidiol, THC, Vollspektrum & Co.

Blüte oder Extrakt – was sind die Unterschiede?»