Kinderlähmung

Polio: Rückschlag wegen Islamisten dpa, 21.10.2016 09:21 Uhr

Abuja/Kabul/Islamabad - Die fast vollständige Ausrottung der Krankheit Polio ist eine der größten Erfolgsgeschichten der Neuzeit. Vor weniger als 20 Jahren waren weltweit noch 350.000 Kinder daran erkrankt – 2016 wurden bislang nur 27 Fälle von Kinderlähmung (Poliomyelitis) gezählt. Nach dem Willen der internationalen Gemeinschaft sollte es schon ab 2017 keine neuen Fälle mehr geben. Zuletzt traten nur noch in Afghanistan und Pakistan Neuerkrankungen auf. Aber kurz vor dem Ziel haben islamistische Terroristen in Nigeria der Initiative noch einmal einen Rückschlag verpasst.

Afrika galt seit fast zwei Jahren als Polio-frei. Doch in Gebieten im Nordosten von Nigeria, die bis vor kurzem noch unter der Kontrolle der Terrormiliz Boko Haram standen, sind seit August vier neue Fälle diagnostiziert worden. „Es ist eine wichtige Mahnung, dass die internationale Gemeinschaft es sich nicht erlauben kann, so kurz vor der Polio-Ausrottung nachlässig zu werden“, erklärte Michel Zaffran, Polio-Direktor bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Seither haben die WHO und ihre örtlichen Partner im betroffenen nigerianischen Bundesstaat Borno und den angrenzenden Gebieten schon bis zu zehn Millionen Kinder geimpft. In der nächsten Phase sollen in Nigeria und den Nachbarstaaten Tschad, Niger und Kamerun bis zu 41 Millionen Kinder geimpft werden. Von den dazu nötigen 116 Millionen Dollar fehlen den Helfern allerdings noch 33 Millionen.

„So lange auch nur ein Kind infiziert ist, sind Kinder in allen Ländern der Welt gefährdet, sich mit Polio anzustecken“, warnt die WHO. Wenn das Virus in nur einigen Regionen fortbestehe, könne das schon innerhalb von zehn Jahren zu 200.000 Neuerkrankungen führen.

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