Freigabe baut Hemmschwellen ab

30.000 HIV-Selbstests in einem Jahr dpa, 27.09.2019 09:44 Uhr

Berlin/Bochum - Die Hemmschwelle, sich beim Hausarzt oder im Gesundheitsamt auf den Aids-Erreger HIV testen zu lassen, ist für viele Menschen groß. Entsprechend groß waren die Hoffungen bei der Freigabe von Selbsttests – wohl zurecht, wie aktuelle Schätzungen zeigen.

Seit einem Jahr sind HIV-Selbsttests auch in Apotheken und Drogerien frei erhältlich. „Grob geschätzt sind in diesem Zeitraum etwa 30.000 Selbsttests gemacht worden“, sagte ein Sprecher der Deutschen Aidshilfe. „Das ist eine wirklich gute Nachricht.“ Es seien überwiegend Tests von Menschen, die sich sonst selten oder gar nicht auf das Virus hätten testen lassen. Auf dem Markt sind drei Produkte von verschiedenen Herstellern: Insti HIV Heimtest, Autotest VIH von Ratiopharm und Exacto. Letzterer ist laut Firmenangaben Marktführer.

Vor der Freigabe der Selbsttests vom 29. September 2018 an konnten sich Betroffene nur in Arztpraxen, bei Aidshilfen oder in Gesundheitsämtern testen lassen. Die Hemmschwelle, einen Test zu machen, sei mit der Freigabe stark gesunken, so der Sprecher. „Die Tests sollten eine ganz normale und alltägliche Sache sein.“ Sie böten auf jeden Fall eine Erleichterung; entweder, weil die Sorgen unberechtigt waren oder weil so früh wie möglich etwas gegen die Infektion unternommen werden kann.

„Wer aus Angst zu lange abwartet, macht die Dinge so schwierig wie befürchtet.“ Mit HIV könne man inzwischen sehr gut leben, wenn die Infektion früh behandelt werde. „Zwölf Wochen nach der letzten möglichen Übertragung kann der Test eine HIV-Infektion zuverlässig ausschließen“, erklärte er.

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