Versandapothekentest

Harz sticht Holland – Inhaber erklärt warum Eugenie Ankowitsch, 14.09.2018 13:04 Uhr

Insgesamt hat die DISQ-Untersuchung gezeigt, dass zwischen den Online-Anbietern große Preisunterschiede bestehen: Bei jedem der untersuchten rezeptfreien Produkte lasse sich zwischen der jeweils günstigsten und teuersten Versandapotheke im Schnitt gut 35 Prozent sparen. Im Einzelfall – etwa beim Schmerzmittel Ibuprofen 400 akut – sogar bis zu zwei Drittel (2,67 Euro gegenüber 7,99 Euro). Versandapotheken sind nicht per se und bei allen Medikamenten günstig, lautet dann auch die Erkenntnis der Autoren. Wem es vor allem um den Preis geht, sollte die Preise über spezielle Vergleichsportale prüfen.

Bei Bestell- und Zahlungsbedingungen sehen die Tester keine Probleme: Selbst Erstkunden könnten oft verbraucherfreundliche Zahlungsoptionen wie Rechnung oder Lastschrift nutzen und einen Mindestbestellwert habe nur ein Anbieter gefordert. Kleinbestellungen lohnten aufgrund der Versandkosten – durchschnittlich rund 3,40 Euro pro Standardlieferung – aber nicht. Frei Haus liefern die getesteten Anbieter erst ab einem Bestellwert von im Schnitt 30 Euro. Auch hier kamen die Autoren zu einer für sie überraschenden Erkenntnis: Nur jede vierte Online-Apotheke bietet optional eine Express-Lieferung am Folgetag.

Viele Internetauftritte verfügen über einen hohen Informationswert. Fast Standard sind zum Beispiel allgemeine Gesundheitsratgeber, Hinweise zur Einlösung von Rezepten oder Beipackzettelangaben. Bei allen Anbietern ist zudem der Bestellprozess zum Schutz persönlicher Daten verschlüsselt. Unterschiede gibt es vor allem bei der Bedienungsfreundlichkeit und auch bei einigen speziellen Features, wie der Suchmöglichkeit nach Generika, also kostengünstigen Medikamenten mit gleichem Wirkstoff.

Das DISQ testete insgesamt 20 bedeutende Versandapotheken im Internet. Die Servicequalität wurde bei jedem Anbieter anhand einer detaillierten Inhaltsanalyse der Websites sowie zehn Prüfungen der Internetauftritte durch geschulte Testnutzer gemessen. Ermittelt und bewertet wurden zudem die Bestell- und Zahlungsbedingungen. Die Beratungsleistung, die die Anbieter etwa am Telefon erbringen, zählte nicht zum Testgegenstand. Es flossen insgesamt 220 Servicekontakte mit den Online-Apotheken in die Auswertung ein. Darüber hinaus erfolgte eine stichtagsbezogen durchgeführte Preisanalyse, der 33 vorab festgelegte, rezeptfreie Apothekenprodukte zugrunde lagen.

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