Apotheker fürchten Kollaps auf den Straßen

„Zwei Drittel der Lieferungen täglich würden reichen” Silvia Meixner, 05.06.2018 15:09 Uhr

Berlin - Deutschlands Straßen stehen vor dem Verkehrskollaps. Das sagen Verkehrsexperten. Tritt der Kollaps ein, wird er auch Apotheken betreffen. Apotheker Carsten Lambrich aus Langenhagen fordert ein Umdenken. „Apotheker und Kunden sind sehr verwöhnt, was Lieferungen betrifft.” Er ist davon überzeugt, dass eine Reduzierung der täglichen Großhandelslieferungen keine Service- und Versorgungseinbußen zur Folge hätte.

„Wir als Apotheker sind sehr verwöhnt. Und in der Folge haben wir auch unsere Kunden verwöhnt.” In guten Zeiten sei das kein Problem und willkommener Service, angesichts der drohenden Probleme müsse man sich allerdings fragen, wie sinnvoll es sei, binnen weniger Stunden zu liefern. Mehrfach am Tag.

Notfälle sind von der Diskussion natürlich ausgenommen, aber Lambrich hat festgestellt: „Von allen Medikamenten, die wir tagesaktuell bestellen, sind nur rund 5 Prozent wirklich akut.” Der Rest der Kunden nutze den schnellen Service, weil er eben bequem sei, auch wenn sie das Medikament vielleicht erst in einer Woche benötigten.

„Eine gute Apotheke hat zudem immer eine Ausweichmöglichkeit”, sagt Lambrich, der in der Region Hannover vier Apotheken mit 59 Mitarbeitern betreibt. „Wir reden uns teilweise selbst ein, dass das Medikament am selben Tag noch da sein muss. Und es funktioniert ja auch, der Großhandel liefert normalerweise binnen vier Stunden an jeden Ort Deutschlands. Ich finde, dass zwei Drittel der Lieferungen ausreichen würden. Damit würde man die Umwelt entlasten und den Staus entgegenwirken. Die Kundenzufriedenheit und die Lieferfähigkeit würden dadurch nicht schlechter.”

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