Großbritannien

Brexit: Regierung will Medikamente bunkern APOTHEKE ADHOC, 31.07.2018 10:34 Uhr

Berlin - Die britische Regierung hat zugegeben, dass sie mit der Einlagerung von Notreserven an Arzneimitteln und Medizinprodukten begonnen hat. Damit will sie sich auf den zunehmend realistischen Fall vorbereiten, dass Großbritannien ohne ein Austrittsabkommen die EU verlassen könnte. Innerhalb weniger Tage könnte es dann nämlich zu dramatischen Engpässen kommen.

Es klingt wie die Vorbereitung auf ein apokalyptisches Szenario: Die Regierung ordnet an, an wichtigen Infrastruktur-Knotenpunkten Lager zu errichten, in denen Lebensmittel, wichtige Bedarfsgüter, Arzneimittel und Medizinprodukte bevorratet werden. Hinzu kommt die „Operation Brock“: Die Autobahn M20 von London nach Dover wird halbseitig gesperrt, um als Warterampe für die LKW auf dem Weg zum wichtigsten britischen Hafen zu dienen.

In London und Brüssel rechnen offenbar immer mehr Beamte und Politiker damit, dass dieses Szenario eintreten könnte. Denn die politischen Entwicklungen der vergangenen Wochen haben beide Seiten eher von einem tragfähigen Austrittsabkommen entfernt als näher gebracht. Kommt es aber in den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU nicht bald zu einem entscheidenden Durchbruch, dann würde das Vereinigte Königreich Ende März 2019 ohne Übergangsfrist aus der Union fallen – begleitet von einer langen Reihe ernster Konsequenzen.

Den Flugverkehr könnte das lahmlegen, Lieferketten könnten abreißen, Millionen Menschen hätten über Nacht keinen geregelten Aufenthaltsstatus mehr. Besonders fatal wären die Folgen bei Arzneimitteln. Sir Michael Rawlins, Präsident der britischen Arzneimittelbehörde MHRA, räumte in einem Interview am Freitag offen ein, wie verwundbar Großbritannien in diesem Punkt ist.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Sanofi übergibt an Angelini

Die Boxagrippal-Lücke»

aposcope

Supplemente für Kinder: Abgabe steigt»

Verbrauchermagazine

Marktcheck checkt Iberogast»
Politik

Bundesgesetzblatt

Mehr Geld für Notdienst und BtM»

1. Lesung im Bundestag

Masernschutz und ein bisschen VOASG»

Gabelmann: „Eiertanz ist schiefgegangen“

Lobbyismus beim VOASG: BMG gibt nur widerwillig Auskunft»
Internationales

Arzneimittelversorgung

Hersteller hoffen auf Brexit-Deal»

WHO-Studie

So locken andere Länder Apotheker aufs Dorf»

Risperdal

Milliarden-Urteil gegen Johnson & Johnson»
Pharmazie

AMK-Meldung 

Schwarze Flecken, Verfärbte Tabletten und mehr»

Galenus-von-Pergamon-Preis

Bundesregierung zeichnet Shingrix und Reagila aus»

USA

Xofluza für Hochrisikopatienten»
Panorama

Ausschuss-Tagung

WHO-Experten prüfen Fortschritte im Kampf gegen Ebola»

Gespräch mit Ärztevertretern

Spahn stimmt Patienten auf Telemedizin ein»

TV-Show

Bachelor in Paradise: Pharmareferentin sucht die Liebe»
Apothekenpraxis

Schmidt zu Lieferengpässen

„Es macht uns viel Arbeit. Und es macht keinen Spaß.“»

Lieferengpässe

BPI: Natürlich sind die Kassen schuld»

vdek-Analyse

Kassen: Welcher Lieferengpass?»
PTA Live

LABOR-Debatte

Eine Hand wäscht die andere: Handel zwischen Apotheken?»

Nach Bundesratsbeschluss

PTA hoffen auf echte Reform»

Rundumblick gefordert

Über die Bedeutung der Psychologie in der Offizin»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenportrait

Salbei – Heilung aus dem Mittelalter»

Phytotherapie

Schleimstoffe: Balsam für den Hals»

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»
Magen-Darm & Co.

Heilpflanzenporträt

Wermut – Quelle der Bitterkeit»

Dyspeptische Beschwerden 

Abwarten und Tee trinken»

Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »