Europäische Arzneimittelbehörde

Großbritannien will trotz Brexit in der EMA bleiben APOTHEKE ADHOC, 20.07.2018 15:16 Uhr

Die britische Arzneimittelindustrie hat die Entscheidung des Unterhauses trotzdem schon begrüßt: „Jeden Monat importiert das Vereinigte Königreich 37 Millionen Arzneimittelpackungen aus der EU und die EU umgekehrt 45 Millionen Packungen“, so Mike Thompson, Vorsitzender des Verbands der Pharmazeutischen Industrie Großbritanniens. „Deshalb ist es unerlässlich, dass Großbritannien nach dem Brexit weiterhin Mitglied der EMA ist.“ Das Parlament habe mit seiner Entscheidung „eine klare Botschaft gesendet, dass Patienten und öffentliche Gesundheit in den Verhandlungen höchste Priorität genießen“.

Erst vergangene Woche hatte die EMA vor den möglichen Folgen eines harten Brexit für die Arzneimittelversorgung gewarnt. Die Behörde sei „ernsthaft besorgt“, dass mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU mehr als 100 Medikamente ihre Zulassung verlieren könnten und appelliert deshalb an die Hersteller, endlich zu handeln. 694 zentral zugelassene Produkte gebe es, bei denen mindestens ein unverzichtbarer Bestandteil im Vereinigten Königreich zu verorten ist. Bei ihnen müssen Zulassungen und Anmeldungen, beispielsweise von Pharmakovigilanzbeauftragten, übertragen werden. Bei manchen Unternehmen, MSD Sharpe & Dohme zum Beispiel, laufen die Vorbereitungen bereits.

Einer EMA-Erhebung zufolge liegen jedoch 58 Prozent der Unternehmen, die auf diese Weise vom Brexit betroffen sind, im Zeitplan. Bei 108 Wirkstoffen – 88 Human- und 20 Tierarzneimitteln – gebe es „ernsthafte Bedenken, dass die notwendigen Schritte innerhalb der nötigen Fristen eingeleitet werden“. Ein in beiderseitigem Einvernehmen beschlossener Verbleib Großbritanniens in der EMA würde diesen Sorgen ein Ende bereiten.

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