UAW-Meldungen

Auch ABDA gegen Nebenwirkungen.de APOTHEKE ADHOC, 27.08.2019 12:13 Uhr

Berlin - Die Front gegen das Portal Nebenwirkungen.de wird breiter: Nach Ärzten und Herstellern stellt sich jetzt auch die Standesvertretung der Apotheker gegen das Start-up Medikura, das die Seite betreibt. Die ABDA rät von der Nutzung des Portals ab. Stattdessen sollten sich Patienten bei Nebenwirkungen an den Apotheker vor Ort wenden.

„Im bewährten Meldesystem berichten Patienten zunächst ihrem Apotheker von einer Nebenwirkung“, meldet die ABDA am Dienstag und spielt damit – ohne den Namen ein einziges Mal zu nennen – auf Nebenwirkungen.de an. Der Apotheker gibt die Meldung an die Arzneimittelkommission (AMK) weiter, die wiederum alle Meldungen systematisch erfasst, auswertet und an die entsprechenden Bundesbehörden weitergibt. Erlassen die Behörden daraufhin Maßnahmen, werden die von der AMK umgesetzt oder die Informationen an alle Apotheke verteilt.

Die AMK übt nach Aussage der ABDA den Schulterschluss mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ): Genau wie die Medizinerkollegen lehne sie die Erfassung und Weiterleitung von Nebenwirkungen durch privatwirtschaftliche Anbieter ab. „Gesundheitsdaten sind hochsensibel und dürfen nicht in falsche Hände gelangen“, so die ABDA. Deshalb könnten Patienten ihre Nebenwirkungen direkt an die Bundesoberbehörden melden.

„Bei privatwirtschaftlichen Unternehmen sollten Patienten damit rechnen, dass die gesammelten Gesundheitsdaten an interessierte Stellen verkauft werden“, sagt der AMK-Vorsitzende Professor Dr. Martin Schulz. Privatwirtschaftliche Meldesysteme könnten demnach „das Vertrauen der Bevölkerung in die etablierten Meldestrukturen der öffentlichen, unabhängigen und nicht gewinnorientierten Institutionen gefährden“. Außerdem steige das Risiko von Doppel- und Mehrfachmeldungen, wenn Nebenwirkungen über verschiedene Wege gemeldet werden.

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