Nach Besuch bei Weleda

Homöopathie: Kühnert attackiert SPD-Staatssekretär APOTHEKE ADHOC, 10.10.2019 09:35 Uhr

Berlin - Die Bewertung der Homöopathie ist ein heiß diskutiertes Thema. Nicht einmal innerhalb der Parteigrenzen herrscht Einigkeit darüber, wie mit ihr umzugehen ist. So lobte der SPD-Politiker Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Justiz- und Verbraucherministerium (BMJV), die Alternativmedizin. Hierfür erntete er das Unverständnis seiner Parteigenossen, zum Beispiel vom Vorsitzenden der Jungen Sozialdemokraten (Jusos) Kevin Kühnert.

Lange hatte den Hersteller Weleda besucht. Danach twitterte er: „Homöopathie gehört zu einer guten Patientenversorgung, darin war ich mir mit der Geschäftsführung der Weleda einig.“ Das Unternehmen hat seinen Sitz in Langes Wahlkreis Backnang – Schwäbisch Gmünd und stellt neben Naturkosmetika auch Arzneimittel nach homöopathischen Verfahren her.

Auch deswegen reagieren Parteikollegen des Staatssekretärs irritiert. Kühnert etwa schrieb auf Twitter: „Wenn Du dich in einem so sensiblen Thema auf eine – für mich und viele andere – unverständliche Art positionierst, dann wäre es zumindest hilfreich zu erfahren, auf welcher Grundlage Du argumentierst. Und wie das in Zusammenhang mit dem Besuch dieses privaten Unternehmens steht.“

Kühnert verlangt außerdem von Lange eine Erklärung, ob dieser Homöopathie als Kassenleistung befürworte. Der Juso-Vorsitzende hatte sich in der Vergangenheit deutlich dagegen positioniert. Auch der SPD-Kreisverband Berlin-Pankow sprach sich gegen Kostenerstattungen für Homöopathika aus und stellte einen entsprechenden Antrag bei der Bundesregierung. Verwiesen wurde dabei oft auf einen Beschluss der französischen Regierung, die ab 2021 Homöopathie aus dem Leistungskatalog des öffentlichen Gesundheitssystems streicht.

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