Chronische lymphatische Leukämie

Imbruvica: Bald als Kombitherapie mit Rituximab? APOTHEKE ADHOC, 21.01.2020 12:08 Uhr

Berlin - Die Anwendung von Imbruvica (Ibrutinib, Janssen) könnte bald ausgeweitet werden: Eine Studie gibt Hinweise darauf, dass Ibrutinib in Kombination mit Rituximab gute Ergebnisse bei Patienten mit zuvor unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) erzielen kann.

Imbruvica ist derzeit für erwachsene Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie indiziert, die nicht auf vorangegangene Therapien ansprachen. Außerdem ist das Präparat für die Behandlung von Patienten zugelassen, die an einem wiederauftretenden oder therapieresistenten Mantelzelllymphom (MCL) leiden. Die Wirksamkeit des Präparats wurde in drei klinischen Studien für beide Krebsarten belegt.

Nun will der Hersteller die Anwendung auf Basis der Phase-III-Studie E1912 erweitern: Imbruvica soll auch in Kombination mit Rituximab als Erstbehandlung in Frage kommen. Ein entsprechender Antrag soll bereits in Kürze bei den Zulassungsbehörden eingereicht werden. Die Studie untersuchte mehr als 500 Patienten mit zuvor unbehandelter CLL im Alter von 70 Jahren oder jünger, die nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis 2:1 mit Ibrutinib plus Rituximab oder der Chemo-Immuntherapie aus Fludarabin, Cyclophosphamid und Rituximab (FCR) behandelt wurden.

Primärer Endpunkt der Studie war das progressionsfreie Überleben, einer der sekundären Endpunkte das Gesamtüberleben. „Die E1912-Studie hat den wichtigen klinischen Nutzen von Ibrutinib in Kombination mit Rituximabin für das Frontlinesetting gezeigt", sagte Dr. Craig Tendler von Janssen. Die Kombination von Ibrutinibin mit Rituximab könne einen überlegenen Standard für die achemotherapiebasierte Versorgung von jüngeren Patienten mit neu diagnostizierter CLL darstellen.

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