Digitalisierung

Gesundheitsapps: Mehr Schein als Sein Deniz Cicek-Görkem, 26.07.2017 14:12 Uhr



Keine der Apps enthielt vollständige Produktbeschreibungen, so dass dem Patienten vor Download nicht die wichtigsten Informationen vorlagen. „Die Verbraucher können sich nicht orientieren“, kommentiert eine Sprecherin der Verbraucherzentrale. Außerdem hätten ungeeignete Apps, beispielsweise bei Rückenschmerzen, ein Schadenspotenzial. Gesetzliche Regularien seien in diesem Bereich zwingend notwendig.

„Man kann die Expertise, die hinter den Entwicklern steht, nicht erkennen. Die wissenschaftlichen Quellen müssen definiert werden“, ergänzt sie. Denn die Verbraucher sollten schon vor Download der App informiert werden und sich danach entscheiden. Dazu empfiehlt die Sprecherin, dass gesetzliche Kriterien festgelegt werden, die sich an dem Niveau von zertifizierten Gesundheitswebsites orientieren.

„Um eine gute App von einer schlechten unterscheiden zu können, sind klare Qualitätsstandards, aber auch Datenschutzstandards notwendig“, teilt das Gesundheitsministerium mit. Dafür sei allerdings ein Handeln auf internationaler Ebene erforderlich, da viele Apps aus dem Ausland kämen. Im vergangenen Jahr hat das Ministerium eine Studie zu Gesundheits-Apps in Auftrag gegeben, in der Experten den Status quo und künftige Maßnahmen erarbeitet haben. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut soll bis 2018 ein umfassender Kriterienkatalog erarbeitet werden, der eine nachvollziehbare Beschreibung und Bewertung dieser Apps ermöglicht.

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