Dyspeptische Beschwerden 

Abwarten und Tee trinken APOTHEKE ADHOC, 10.10.2019 14:18 Uhr

Berlin - Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Auch bei dyspeptischen Beschwerden fragen Patienten häufig nach pflanzlichen Alternativen oder Tees zur Unterstützung ihrer Therapie. Was können Apotheken empfehlen?

Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit oder Völlegefühl: Die Liste der dyspeptischen Beschwerden und gastrointestinalen Erkrankungen ist lang. Kaum ein Tag vergeht in der Apotheke ohne einen Patienten, der darüber klagt. Neben zahlreichen Medikamenten können auch pflanzliche Zubereitungen als Tee eine sinnvolle Therapieergänzung sein. Hier die gängigsten Beschwerden und das Kraut, das gegen sie gewachsen ist:

Blähungen: Sie sind nicht nur ein psychisches Problem. Können Gasansammlungen nicht abgeatmet werden, verursachen sie im Darm Beschwerden, die von Völlegefühl bis zu Schmerzen reichen. Hier profitiert man von den Wirkstoffen von Foeniculum vulgare (Fenchel), Pimpinella anisum (Anis) und Carum carvi (Kümmel). Sie enthalten ätherische Öle, wie Anethol, Estragol, Fenchon bzw. Carvon. Diese wirken antimikrobiell, spasmolytisch und motilitätserhöhend und sind somit eine optimale Empfehlung bei dyspeptischen Beschwerden. Einige Hersteller bieten auch Kombinationen aller drei Pflanzen an.

Krämpfe: Unser Gastrointestinaltrakt ist eine riesige Ansammlung von Nervenzellen. Nicht ohne Grund spricht man vom Nervensystem des Darms. Verdauungsprobleme, falsche Ernährung oder Erkrankungen können zu Spasmen der glatten Muskulatur führen. Bauchkrämpfe sind die Folge. Spasmolytisch wirksame Arzneimittel sind dann Mittel der ersten Wahl. Aber auch hier kann man mit Tee in Apothekenqualität eine sinnvolle Zusatzempfehlung tätigen.

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