Import-Falle

Panne bei Rahmenvertrag: DAV will nachbessern Patrick Hollstein, 12.07.2019 15:29 Uhr

Berlin - An Produkte mit zwei Originalherstellern hat beim neuen Rahmenvertrag niemand gedacht. Weil diese dem Generikamarkt zugewiesen wurden, müssen Apotheken nicht selten exotische Reimporte abgeben – die zu allem Überfluss nicht auf die Importquote angerechnet werden. Außerdem droht ein zweiwöchentliches Preiskarussell. Nun soll nachgebessert werden.

Die Zuordnung zu Generika- oder Original/Importmarkt für Arzneimittel ohne Rabattvertrag ist in § 9 geregelt. Gibt es neben dem verordneten Fertigarzneimittel außer Importen keine weitere Auswahlmöglichkeit, gelten die Abgabevorschriften für den importrelevanten Markt: Alle Produkte, die nicht teurer sind, können abgegeben werden, allerdings muss die Apotheke im Zeitraum von sechs Monaten ein Einsparziel von 2 Prozent erreichen.

Im generischen Markt (ohne Rabattvertrag) muss dagegen eins der vier preisgünstigsten Fertigarzneimittel abgegeben werden; Preisgrenze ist auch hier das verordnete Produkt – das ebenfalls nur dann abgegeben werden kann, wenn es in den Korridor fällt.

In den erläuternden Hinweisen zu § 2 Absatz 4 ist klargestellt, dass der Austausch von Originalen zum generischen Markt gehört. Die Konstellation, dass es zwei Originalanbieter gibt, wird vom Importmarkt also nicht erfasst. Dass das den Vertragspartnern im Vorfeld bewusst war, glaubt niemand mehr.

Diese Lücke wird nun zum Problem. Bislang war es möglich, auch das verordnete Arzneimittel abzugeben; in Märkte unterschieden wurde dabei nicht. Da diese Möglichkeit nun weggefallen ist, bleiben den Apotheken nur die vier preisgünstigen Produkte – was bei Originalen in der Regel die Importe sind.

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