Medizinproduktegesetz

Knappschaft reicht Aufwand an Apotheken weiter Hagen Schulz, 22.07.2019 13:17 Uhr

Berlin - Claudia Polenz musste zweimal lesen, was ihr der Apothekerverband Nordrhein per Fax zugeschickt hatte. Der Inhaberin der Vogelheimer Apotheke in Essen wurde mitgeteilt, dass Sie für Versicherte der Knappschaft fortan ein Medizinproduktebuch und ein Bestandsverzeichnis führen muss. Das bedeutet für die Apothekerin zusätzlichen Arbeitsaufwand – wieder einmal. 

20 Minuten telefonierte Polenz mit dem Apothekerverband, um zu verstehen, was die neuen Regelungen für sie im Detail bedeuten. Mit dem neuen Medizinproduktegesetz gelten fortan strengere Ausweis- und Dokumentationsregeln. „Eigentlich hatte der Gesetzgeber festgelegt, dass die Einhaltung dieser Vorschriften Aufgabe der Krankenkassen ist“, so Polenz.

Nun beschloss die Knappschaft allerdings als erste Kasse, den Dokumentationsaufwand an Apotheker und Ärzte weiterzureichen. Künftig muss Polenz bei der Ausgabe von Medizinprodukten wie Milchpumpen, Blutdruckmessgeräten und ausgewählten Insulinpens ein Medizinproduktebuch und ein Bestandsverzeichnis führen. Pro Kunde würde das einen Zusatzaufwand von mindestens 15 Minuten bedeuten, schätzt die Apothekerin.

Zwar betreffe das nach ihren Erfahrungen nur drei bis vier Geräte pro Monat. Doch komme durch die Neuregelung noch weiterer Aufwand hinzu: „Ich musste mich selbst anderthalb Stunden einlesen. Nun muss ich noch meine Mitarbeiter schulen. Manche von ihnen tun sich mit den neuen Vorschriften schwer.“

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