AM-VSG

Kassen: BtM-Gebühr steigt um 1119 Prozent APOTHEKE ADHOC, 10.12.2016 08:44 Uhr

Berlin - Die Krankenkassen lassen keine Gelegenheit aus, die im Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG) geplante Honorarerhöhung von 100 Millionen Euro für die Apotheken anzuprangern. In seiner Stellungnahme zur Anhörung im Gesundheitsausschuss hat der GKV-Spitzenverband ausgerechnet, dass die Erhöhung BtM-Gebühr von 0,26 Euro auf 2,91 Euro eine Steigerung von 1119 Prozent bedeutet. Die Erhöhung der Rezepturgebühr lehnt der Kassenverband ebenfalls ab und klappert als Ausgleich dafür mit dem „Honorardeckel“.

„Nicht nachvollziehbar ist eine Steigerung dieser Gebühr um 1119 Prozent“, schreibt der GKV-Spitzenverband. Nach seiner Rechnung kostet die Erhöhung der BtM-Gebühr die Kassen 35 Millionen Euro. Addiert mit der Erhöhung der Rezeptur-Gebühr im Wert von 80 Millionen Euro, errechnet der GKV-Spitzenverband Gesamtkosten von 115 Millionen Euro – also 15 Millionen Euro mehr als das Bundesgesundheitsministerium.

Der Kassenverband lehnt die Erhöhung der BtM-Gebühr komplett ab. Er räumt zwar ein, dass sie „über einen längeren Zeitraum“ nicht mehr angepasst worden sei. „Der richtige Rahmen für eine Überprüfung der Angemessenheit wäre das Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie“, so der GKV-Spitzenverband. In diesem Zusammenhang wäre ebenfalls zu überprüfen, inwiefern andere Vergütungsformen den Mehraufwand für die BtM-Abgabe bereits heute querfinanzierten. Diese Vergütungen müssten entsprechend angepasst werden.

Der Kassenverband kritisiert, dass die Anpassungshöhe nicht auf Basis empirischer Daten berechnet worden sei. Die Erhöhung werde mit einem erhöhten Dokumentationsaufwand begründet. Der Gesetzgeber beabsichtige nun, diese Gebühr für die erhöhte Dokumentation auch auf andere „Sonderrezepte“ für dokumentationspflichtige Arzneimittel auszuweiten. „Es ist fraglich, ob der zusätzliche Aufwand, der bei der Abgabe dieser Arzneimittel entsteht, tatsächlich eine Gebühr in Höhe der Gebühr für die Dokumentation von Betäubungsmitteln rechtfertigt“, so der GKV-Spitzenverband.

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