Vergütung

Gröhe: Apotheker sind nicht vom Schlitten gefallen Alexander Müller, 06.02.2017 18:13 Uhr

Köln - Bei der Einführung des Medikationsplans fühlten sich die Apotheker übergangen: Sie dürfen die Pläne nicht selbst ausstellen, sondern nur ergänzen und werden dafür auch nicht vergütet. Doch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) versprach den Pharmazeuten, dass auch sie ein Honorar erhalten werden, wenn der Medikationsplan digital verfügbar ist.

Bei der Veranstaltung „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ in Köln sagte Gröhe mit Blick auf den Medikationsplan: „Die Apotheker sind nicht vom Schlitten gefallen. Das Problem ist: Viele denken immer, der Schlitten ist gleich die Vergütung.“ In dem Moment, in dem die elektronische Pflege des Medikationsplans möglich sei, „werden wird auch über Vergütung sprechen“, versprach der Minister.

Der Minister äußerte in der Debatte aber auch kritische Töne. Er sei „sehr dafür, vor Dumping-Konkurrenz ohne Beratung schützen“, so Gröhe. Die Beratung sei heute mit dem Apothekenhonorar abgegolten und der Medikationsplan eigentlich eine Erleichterung dieser Beratung. „Das wäre das erste Mal, dass weniger Arbeit besser vergütet wird.“ Die Apotheker müssten sich bei ihrem Honorar fragen, wie viel Spezialisierung sie wollten und wie viel Pauschalisierung, mahnte Gröhe.

Das Schlittenmotiv hatte zuerst Matthias Blum von der Krankenhausgesellschaft NRW ins Spiel gebracht – auch die Kliniken fühlen sich beim Medikationsplan übergangen. Gröhe erklärte, dass er es nicht für sinnvoll hält, Kliniken für einen Papierplan zu vergüten, obwohl diese auf dem Wege der Digitalisierung oft schon weiter seien.

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