Schließung nach 39 Jahren

„Am Ende hätte ich die Apotheke sogar verschenkt“ Silvia Meixner, 08.11.2018 15:17 Uhr

Aus ihrer Sicht nämlich gab es durchaus Bemühungen, den Apotheken- und Arztstandort zu erhalten. „Selbstredend war und ist das Interesse der Stadt an einer intakten medizinischen Infrastruktur in der Siedlung im Fokus von Bürgermeister und den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadtverwaltung“, steht da zu lesen. Die Stadt würde sich darum bemühen, dass sich ein neuer Hausarzt ansiedle. Die Suche läuft derzeit von Seiten der Wirtschaftsförderung via Internetseite des Hausärzteverbandes.

Stingl freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. „Bislang habe ich um acht Uhr in der Apotheke gestanden, bin dann mittags schnell eine halbe Stunde heim zum Essen gegangen. Um 19 Uhr nach Dienstschluss dann eine Brotzeit und ein Weißbier. Und dann bin ich oft vor Erschöpfung nur noch umgefallen. Es gibt noch so viel, das ich machen will.“

Viele Seiten des Lebens seien in den vergangenen Jahren einfach zu kurz gekommen: „Ich möchte künftig mehr Sport machen.“ Und dann hat er noch ein besonderes Hobby: „Ich mache Holzarbeiten in allen Größen. Ich nehme einen Baumstamm, beginne ihn zu bearbeiten und sehe, was an Maserung herauskommt.“ Nach 39 Jahren Apotheke ist das eine wohltuend entspannende Tätigkeit, ganz ohne Bürokratie und 60-Stunden-Woche.

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