Erkältungstipps

Anatomische Erkältungsreise: Mandeln und Polypen Alexandra Negt, 09.01.2020 14:58 Uhr

Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris)
Eine Entzündung der Mandeln kann viral (70 Prozent) oder bakteriell (30 Prozent) sein. Die Erreger bakterieller Entzündungen sind meist A-Streptokokken. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, zumeist erkranken jedoch Kinder. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Große Menschenansammlungen fördern die Ausbreitung der Erkrankung. Die Erkrankung beginnt meist abrupt mit hohem Fieber von über 38,5 Grad.

Das Sprechen ist schmerzhaft und Erkrankte klingen zum Teil heiser, da sie bei leisem Sprechen weniger Schmerzen verspüren. Betroffene sind allgemein geschwächt und haben neben Hals- auch häufig Ohren- und Gliederschmerzen. Der Rachen ist gerötet und die Mandeln sind angeschwollen. Im fortgeschrittenen Stadium befinden sich Eiterstippen auf dem Gewebe. Schnupfen und Husten fehlen meist. Für die Diagnose und die richtige Behandlung ist insbesondere die Untersuchung der Mundhöhle, des Rachens und der Gaumenmandeln wichtig. Bei einer bakteriellen Infektion erfolgt die Behandlung mit einem Antibiotikum.

Polypen
Die Entstehung von Nasenpolypen ist noch immer unklar. Sie stehen oft in Zusammenhang mit einer chronischen Rhinosinusitis – ein entzündlicher Trigger wird vermutet. Häufig wird das Entstehen auch in Zusammenhang mit einer Allergie beobachtet. In bis zu 40 Prozent geht eine Polyposis nasi mit einem Asthma bronchiale einher. Bei einem Viertel aller Patienten liegt eine Acetylsalicylsäure-Intoleranz vor. Das sogenannte Samter-Trias bezeichnet eine Unverträglichkeitsreaktion nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR).

Gering ausgeprägte Schwellungen können durch Einnahme von Glukokortikoiden (Nasensprays oder Tabletten) behandelt werden. Meistens ist eine chirurgische Therapie erforderlich, um die Nasenatmung uneingeschränkt wiederherzustellen. Auch der Geruchsverlust kann mit einer Operation behandelt werden. Die Durchführung erfolgt endonasal (durch die Nasenhöhlen) und in Allgemeinnarkose. Es handelt sich somit um einen minimalinvasiven Eingriff. Es werden Heilungsraten von etwa 50 Prozent erreicht. In 90 Prozent der Fälle erfahren die Patienten eine und eine Beschwerdebesserung. Nasenpolypen neigen zu Rezidiven, oftmals sind deshalb mehrere Operationen erforderlich. Ein neueres Verfahren, bei dem die Polypen per Laser abgetragen werden, soll geringere Rezidivraten aufweisen.

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