Ratgeber

BPI trommelt für Vor-Ort-Apotheken APOTHEKE ADHOC, 22.08.2019 13:52 Uhr

Berlin - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wirbt für die Rolle der Apotheken vor Ort bei der Arzneimittelversorgung. In der aktuellen Ausgabe seines Ratgebers lässt der Verband seinen Geschäftsführer Market Access, Märkte und Versorgung, Apotheker Dr. Matthias Wilken, Patienten die Bedeutung der Beratung durch einen echten Apotheker erläutern.

Die Botschaft, die der BPI an Verbraucher richtet, ist einfach: Bei leichten Krankheiten reicht es oft, sich in der Apotheke beraten zu lassen, ein Gang zum Arzt ist dann nicht unbedingt notwendig. Dabei sollten die Patienten aber wissen, wie sie in der Apotheke auch das bekommen, was sie benötigen. „Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für das Gespräch. Der persönliche Kontakt mit fachkundigen Pharmazeuten ist sehr wichtig für die richtige und sichere Einnahme von Arzneimitteln“, erklärt Wilken.

In der Rubrik Ratgeber veröffentlich der BPI seit rund zehn Jahren Beiträge, die sich an die Presse richten und nach Willen des Verband Eingang in die redaktionelle Bearbeitung finden – beispielsweise als Ratgeberbeiträge. Dass es diesmal um die Apotheke vor Ort geht, ist auch vor dem Hintergrund des derzeit entstehenden Apothekenstärkungsgesetzes zu sehen. „Wir haben das Thema bei diesem Ratgeber auch aus aktuellem Anlass aufgegriffen. Die Apotheke vor Ort ist ja derzeit in aller Munde“, so ein BPI-Sprecher auf Anfrage. „Es ist ja seit langem unsere Position, dass wir die Apotheken vor Ort unterstützen, weil es wichtig ist, dass Arzneimittel mit direkter Beratung angeboten werden.“

So solle der Patient darauf achten, dass er seine Beschwerde in der Apotheke genau beschreibt. „So kann der Apotheker wesentlich besser einordnen, ob er Ihnen direkt ein passendes Arzneimittel empfehlen kann oder einen Arztbesuch anraten muss.“ Dazu könne man sich in Beratungsräumen oder abgetrennten Bereichen, wie sie viele Apotheken haben, vertraulich austauschen. „Bei einfachen Beschwerden wird er Ihnen in der Regel ein passendes rezeptfreies Arzneimittel empfehlen, das kann etwa ein chemisch definiertes, pflanzliches oder auch homöopathische Mittel sein“, erklärt Wilke den Verbrauchern. Auch welche Medikamente man wie oft und in welcher Dosis bereits einnimmt, solle angegeben werden. So können mögliche Wechselwirkungen vermieden werden.

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