Medizinprodukt

Mucosolvan Phyto Complete: Alles muss zurück Patrick Hollstein, 04.02.2019 09:12 Uhr

Für die Apotheken ist der Verkaufsstopp bei Mucosolvan Phyto Complete ebenfalls ärgerlich, denn die Neueinführung war im Grunde sehr erfolgreich. Der Konzern hatte das Produkt massiv in Zeitschriften beworben, viele Kunden kamen mit ausgeschnittenen roten „Erinnerungsecken“ in die Apotheke, auf denen neben dem Namen auch die PZN abgedruckt war. Auch wenn die Publikumswerbung jetzt ebenfalls gestoppt werden muss, dürfte es noch Nachfragen geben.

Sanofi hatte sich im Eilverfahren zwar noch nicht äußern können, beim Launch aber explizit auf die physikalische Wirkung abgestellt: Die enthaltenen Molekülkomplexe könnten bei trockenem Husten und Husten mit Schleim Linderung verschaffen, indem sie im Hals einen beruhigenden Schutzfilm bildeten und so den Hustenreiz beruhigten, hieß es. Außerdem könnten sie die Schleimhäute schützen und vorhandenen Schleim lösen. Genau diese Mechanismen wird der Konzern im Prozess nachweisen müssen.

„Arzneimittel und Medizinprodukte unterscheiden sich nicht hinsichtlich ihrer Wertigkeit, sondern hinsichtlich ihrer Funktionen und der Zielsetzung des gewünschten Effektes im Rahmen der Indikation“, argumentierte Sanofi zum Launch. „Der Einsatz von Medizinprodukten ist dann sinnvoll, wenn es nicht notwendig ist, eine Wirkung im Körper nach stofflicher Resorption auszuüben.“

Aus diesem Grund zeichneten sich Medizinprodukte durch eine gute Verträglichkeit aus, insbesondere mit Blick auf die Anwendung bei Kindern, so Sanofi weiter. „Für viele pflanzliche Inhaltsstoffe – man spricht hier von den ‚sekundären Pflanzeninhaltsstoffen‘ – sind Wirkungen bekannt, die sich besonders gut für die Verwendung in Medizinprodukten eignen.“ Dazu gehörten pflanzliche Schleimstoffe oder Polysaccharide, die einen Schutz der Haut oder der Schleimhautoberfläche bildeten. „Man spricht hier von Polyphenolen beziehungsweise Flavonoiden, die anti-oxidativ oder radikal-einfangend, also irritations- und reizdämpfend wirken, und Ballaststoffen, die Schadstoffe binden.“

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