Infektionskrankheiten

Ebola-Virus in Fledermaus nachgewiesen dpa, 26.01.2019 18:51 Uhr

Bei hunderten weiteren bislang getesteten Fledermäusen konnte das Virus allerdings nicht bestätigt werden. Damit könnte es sein, dass das Tier sich zufällig bei einem anderen Wildtier ansteckte, die Art normalerweise aber kein Reservoir für den Erreger ist.

Das Gesundheitsministerium in Monrovia forderte alle Liberianer auf, keine Fledermäuse mehr zu jagen, zu töten oder zu essen. In Liberia, das einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt gehört, dienen Wildtiere wie Fledermäuse häufig als Nahrung.

In Liberia sind seit dem Ende der Westafrika-Epidemie – die vor allem Guinea, Sierra Leone und Liberia getroffen hatte – keine Ebola-Erkrankungen mehr bekannt geworden. Im Ost-Kongo gibt es derzeit den bislang zweitschwersten Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers. Dort sind bereits mehr als 700 Menschen erkrankt, knapp 450 Menschen starben.

Ein nach der Westafrika-Epidemie entwickelter schützender Ebola-Impfstoff zeigt im Kongo Experten zufolge bislang gute Ergebnisse. Das Virus ist nach einem Fluss im Kongo benannt. Dort wurde es vor Jahrzehnten in dem damals noch Zaire genannten Land erstmals nachgewiesen.

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