Kabinett beschließt GSAV

Spahn: Apothekenpaket wird vielleicht vorgezogen Alexander Müller, 30.01.2019 12:46 Uhr

Was auf jedem Fall mit dem GSAV kommt, ist die Freigabe der Fernbehandlung. „Apotheken können verschreibungspflichtige Arzneimittel künftig auch nach einer offensichtlichen ausschließlichen Fernbehandlung abgeben“, heißt es vom BMG. Das Ministerium reagiert damit auf eine entsprechende Anpassung der Berufsordnung der Ärzte.

Die Kernpunkte im GSAV betreffen aber, wie der Name schon sagt, die Arzneimittelsicherheit. Zwischen den Behörden von Bund und Ländern wird es etwa eine Informationspflicht über Rückrufe und andere Maßnahmen geben, die zu einem Versorgungsmangel mit Arzneimitteln führen können. Die Rückrufkompetenzen der zuständigen Bundesoberbehörden werden erweitert: Bei nationalen und europäischen Zulassungen sind deren Rückrufe grundsätzlich bei Qualitätsmängeln, negativem Nutzen-Risiko-Verhältnis oder beim Vorliegen des Verdachts einer Arzneimittelfälschung möglich.

Landesbehörden können bei der Überwachung von Betrieben und Einrichtungen künftig Einsicht in Unterlagen bezüglich der Wirkstoffe und anderer zur Arzneimittelherstellung bestimmter Stoffe nehmen. Auch soll die Häufigkeit bestimmter Inspektionen erhöht werden.

Krankenkassen können Hersteller bei Produktmängeln in Regress nehmen, etwa im Falle eines Rückrufs. Informationen über Wirkstoffhersteller von Fertigarzneimitteln sollen öffentlich gemacht werden. Und für Versicherte fällt die Zuzahlung bei einer notwendigen Neuverordnung in Folge eines Arzneimittelrückrufs wegen Qualitätsmängeln weg. Bei Rabattverträgen soll künftig auch die „unterbrechungsfreie und bedarfsgerechte Lieferfähigkeit“ berücksichtigt werden.

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