Humane Papillomviren

Gebärmutterhalskrebs: Impfstoff als Therapie APOTHEKE ADHOC, 21.01.2019 12:21 Uhr

Kommen die zytotoxischen T-Zellen mit den Epitopen aus dem Impfstoff in Kontakt, wird im ganzen Körper nach Zellen gesucht, die dieses Erkennungsmolekül tragen. Werden Krebszellen erkannt, werden diese von den zytotoxischen T-Zellen getötet. Aktuell befindet sich die therapeutische Vakzine in der präklinischen Entwicklungsphase. „Die Wirksamkeit der Impfung muss noch besser werden“, so Riemer.

Im September folgte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und erklärte die HPV-Impfung auch für Jungen zwischen neun und 14 Jahren zur Kassenleistung. Generell können Jugendliche die Impfung noch bis zum 18. Geburtstag nachholen. Jungen und Männer im Alter zwischen 14 und 45 Jahren gelten als Hauptrisikogruppe für die HPV-Übertragung, da sie sexuell aktiver sind als ihre weiblichen Altersgenossen. Die Impfung könne zu nahezu 100 Prozent eine Infektion verhindern. In Deutschland erkranken etwa 6000 Frauen und 1600 Männer an Karzinomen, die durch HPV verursacht wurden.

Die STIKO empfiehlt allen Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren eine HPV-Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, denn die Immunisierung sollte vor Beginn der sexuellen Aktivität erfolgen. Wer die Immunisierung im empfohlenen Alter versäumt, kann diese bis zum 18. Geburtstag nachholen. In den USA kann die Vakzine nach einer Entscheidung der FDA auch bei Männern und Frauen im Alter von 27 bis 45 Jahren angewendet werden.

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